20 Kilometer Radschnellweg soll Frankfurt und Hanau direkt verbinden
Raphaela Hermighausen20 Kilometer Radschnellweg soll Frankfurt und Hanau direkt verbinden
Neue 20 Kilometer lange Fahrradschnellstraße soll Hanau und Frankfurt verbinden – schneller und direkter Radweg in Planung
Ein wichtiges Vorhaben für die regionale Mobilität nimmt Gestalt an: Eine neue, 20 Kilometer lange Fahrradschnellstraße soll künftig Hanau und Frankfurt miteinander verbinden und Radfahrenden eine schnellere und direktere Route bieten. Das Projekt, bekannt als Radschnellweg Südmain (FRM8), hat mit dem Abschluss der Machbarkeitsstudie einen entscheidenden Meilenstein erreicht. Lokale Verantwortliche würdigen die Initiative als bedeutenden Fortschritt für die Verkehrsentwicklung in der Region.
Die geplante Strecke der FRM8 soll am Deutschherrnufer in Frankfurt beginnen, anschließend der Südmainbahn folgen und am Pedro-Jung-Park in Hanau enden. Wie Stefan Majer, Mobilitätsdezernent der Stadt Frankfurt, betonte, werde die Trasse eine eigenständige Verbindung zwischen Frankfurt und Offenbach abseits des stark frequentierten Mainufers schaffen.
Die Machbarkeitsstudie empfiehlt einen stufenweisen Ausbau der Strecke, da sich Planung und Bau aufgrund unterschiedlicher Herausforderungen komplex gestalten. Die Gesamtkosten werden auf 38,7 Millionen Euro geschätzt, die Fertigstellung ist in fünf bis acht Jahren vorgesehen. Rouven Kötter, Erster Landesbeamter des Planungsverbands FrankfurtRheinMain, bezeichnete die Studie als „entscheidenden Meilenstein“ für das Projekt.
Lokale Politiker heben die Vorteile der neuen Radverbindung hervor: Sabine Groß, Oberbürgermeisterin von Offenbach, sieht darin eine Chance, Kommunen zu vernetzen und einen attraktiven Radkorridor zu schaffen. Thomas Morlock, Stadtrat in Hanau, unterstrich das Potenzial, Autofahrten zu ersetzen und den Straßenverkehr zu entlasten. Daniel Tybussek, Bürgermeister von Mühlheim am Main, betonte die Bedeutung der Studie für die Entwicklung einer zentralen Mobilitätsoption im Rhein-Main-Gebiet.
Mit der Machbarkeitsstudie ist die erste große Hürde auf dem Weg zur Realisierung der FRM8 genommen. Claudia Jäger, Erste Kreisbeigeordnete des Kreises Offenbach, bestätigte, dass damit die initiale Planungsphase abgeschlossen sei. Heiko Durth, Präsident von Hessen Mobil, zeigte sich zufrieden mit dem Fortschritt und ebnete den Weg für die nächsten Schritte in Richtung Bau und Umsetzung.
