4 Millionen Deutsche arbeiten nachts – diese Branchen führen die Statistik an
Anton Bloch4 Millionen Deutsche arbeiten nachts – diese Branchen führen die Statistik an
Nachtschichten bleiben ein bedeutender Teil des deutschen Arbeitsmarktes: Im Jahr 2024 arbeiteten fast 4,0 Millionen Beschäftigte regelmäßig in der Nacht – das entspricht 9,3 Prozent aller Erwerbstätigen. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen Branchen, Altersgruppen und Geschlechtern.
Spitzenreiter ist die Luftfahrtbranche, in der 42,6 Prozent der Beschäftigten Nachtschichten leisten. In den vergangenen fünf Jahren (2021–2025) stieg der Anteil hier besonders stark – von etwa 45 auf 58 Prozent. Gründe dafür sind Personalmangel und die Erholung nach der Pandemie. Da Flughäfen und Airlines einen durchgehenden Betrieb benötigen, trieb dies den Anstieg voran, während andere Sektoren stabiler blieben.
Es folgen Sicherheitsdienste und Detekteien mit 40,2 Prozent Nachtarbeitern sowie die Metallverarbeitung mit 31,1 Prozent. Weitere Branchen mit überdurchschnittlich hohen Quoten sind Lagerhaltung und Transport (18,6 Prozent), das Gesundheitswesen (17,6 Prozent) und die Gastronomie (13,9 Prozent). Am unteren Ende der Skala liegen IT-Dienstleistungen mit nur 3,6 Prozent und das Bauvorbereitungs- und Ausbaugewerbe mit 1,8 Prozent.
Männer arbeiten häufiger nachts als Frauen (11,7 gegenüber 6,5 Prozent). Besonders betroffen sind jüngere Beschäftigte unter 34 Jahren (10,6 Prozent), gefolgt von der Altersgruppe 35 bis 54 Jahre (9,6 Prozent).
Die Zahlen zeigen, dass Nachtschichten vor allem in Branchen mit rund-um-die-Uhr-Betrieb konzentriert sind. Der starke Anstieg in der Luftfahrt spiegelt die anhaltende Nachfrage nach Arbeitskräften und den operativen Druck in bestimmten Sektoren wider.






