31 May 2026, 20:28

Angela Merkel warnt vor KI und sozialen Medien bei Europäischer Preisverleihung

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Angela Merkel warnt vor KI und sozialen Medien bei Europäischer Preisverleihung

Die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist nach der Verleihung des Europäischen Verdienstordens durch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wieder in der Öffentlichkeit aufgetreten. Die Preisverleihung war einer ihrer ersten großen Auftritte seit ihrem Rückzug aus der Politik im Jahr 2021. In ihrer Rede äußerte sie sich besorgt über den wachsenden Einfluss sozialer Medien und künstlicher Intelligenz auf die Demokratie.

Merkels Rückkehr in den politischen Fokus begann bereits im vergangenen Jahr, als sie als Ehrengast eine Veranstaltung besuchte und dabei ihren einstigen Zögling Friedrich Merz unterstützte. Ihr jüngster Auftritt erfolgte nun bei der Entgegennahme des Europäischen Verdienstordens, wo sie warnte, dass die Demokratie durch unkontrollierte digitale Technologien neuen Bedrohungen ausgesetzt sei.

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In ihrer Ansprache forderte sie strengere Regulierungen für soziale Medien und KI ein und räumte ein, dass dabei zwar Fehler passieren könnten, diese aber Teil eines Lernprozesses seien. Ihre Aussagen decken sich mit dem kürzlich verabschiedeten EU-KI-Gesetz, dem ersten umfassenden Regelwerk weltweit zur Steuerung künstlicher Intelligenz. Kritiker monieren jedoch, dass die strengen Vorgaben – insbesondere für „Hochrisiko-KI“-Systeme – unbeabsichtigt Innovationen bremsen könnten, selbst bei weitverbreiteten Tools wie ChatGPT oder Grok.

Deutschland hat zwischen 2013 und 2024 rund 13 Milliarden Euro in KI investiert und sich damit als aufstrebender Akteur in diesem Bereich positioniert. Doch die hohen Compliance-Anforderungen des KI-Gesetzes haben Bedenken geweckt, dass Europas vorsichtiger Ansatz den Fortschritt verlangsamen könnte. Manche Beobachter sehen in den Regulierungen einen Teil eines größeren Trends zur selbst auferlegten Zurückhaltung, der Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit untergraben könnte.

Merkels Erbe bleibt umstritten. Zwar setzte sie sich für digitale Governance ein, doch ihre früheren Politiken – insbesondere in den Bereichen Migration und innenpolitische Reformen – werden bis heute für ihre langfristigen Auswirkungen auf Deutschland und die EU kritisiert.

Die Preisverleihung unterstrich Merkels anhaltenden Einfluss, selbst im Ruhestand. Ihre Warnungen vor den Risiken von KI und sozialen Medien spiegeln die laufenden Debatten über Europas regulatorischen Kurs wider. Angesichts eines entscheidenden Moments für Deutschlands KI-Sektor wird das Gleichgewicht zwischen Kontrolle und Innovation die Zukunft des Landes als Technologieführer prägen.

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