04 April 2026, 16:28

Berlin kämpft mit Rekordzahl an Messerangriffen vor den Kommunalwahlen

Drei Polizeibeamte stehen vor einem Gebäude, wobei ein Mann in der Mitte ein Papier hält, flankiert von Säulen; Fahrzeuge, Menschen, Bäume, Gebäude und der Himmel sind im Hintergrund sichtbar.

Berlin kämpft mit Rekordzahl an Messerangriffen vor den Kommunalwahlen

Messattacken in Berlin sind vor den Kommunalwahlen zu einem zentralen politischen Thema geworden. Die rechtspopulistische AfD hat ein Online-Tool veröffentlicht, das aktuelle Angriffe dokumentiert, und wirft der Regierung vor, wichtige Details zu verschleiern. Offizielle Statistiken zeigen einen Anstieg gewalttätiger Vorfälle, darunter ein deutlicher Zuwachs bei Messer- und Schusswaffenstraftaten im vergangenen Jahr.

Laut Polizeiberichten gab es 2024 in Berlin 3.412 Messerangriffe – ein Anstieg um 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Als Reaktion darauf hat die Polizei Sonderermittlungseinheiten eingerichtet und in drei Stadtgebieten Waffenverbotszonen eingeführt. Dennoch hält der Senat weiterhin Informationen über die Nationalität der Tatverdächtigen zurück – anders als die meisten anderen Bundesländer.

Die AfD präsentierte nun eine sogenannte "Messer-App", die polizeilich erfasste Vorfälle der letzten 30 Tage auf einer Karte darstellt, inklusive Verletzungen und Tatorte. Parteichefin Kristin Brinker kritisierte die regierende Koalition wegen mangelnder Transparenz bei der Aufklärung von Gewaltverbrechen. Die AfD verwies zudem auf Abweichungen zwischen Polizeiberichten und offiziellen Kriminalstatistiken und argumentiert, dass viele Fälle gar nicht erfasst würden.

Auch die Gewalt mit Schusswaffen hat stark zugenommen: 2025 verzeichnete die Polizei einen Anstieg um 68 Prozent bei waffenbezogenen Straftaten. Zwar sind Daten zu Verurteilungen begrenzt, doch ein viel beachteter Fall – ein Messerangriff am Holocaust-Mahnmal 2025 – endete mit einer 13-jährigen Haftstrafe für einen 20-jährigen Syrer.

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Die AfD fordert eine umfassendere Offenlegung von Kriminalitätsdaten, einschließlich der Herkunft der Tatverdächtigen. Ihr Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Berlin unter wachsendem Druck steht, die steigende Gewalt in den Griff zu bekommen. Die Zahlen zu Messer- und Schusswaffendelikten deuten auf eine anhaltende Herausforderung für Polizei und Politik hin.

Quelle