Berliner Politik: Wer debattiert – und wer fehlt bei den großen Themen?
Anton BlochBerliner Politik: Wer debattiert – und wer fehlt bei den großen Themen?
Eine Reihe politischer Debatten in Berlin hat die unterschiedlichen Prioritäten der lokalen Führungskräfte deutlich gemacht. Steffen Krach, Elif Eralp, Werner Graf und Katharina Günther-Wünsch diskutierten kürzlich auf einer Veranstaltung der Berliner Bildungsallianz über Bildungspolitik. Gleichzeitig sorgte Kai Wegners Abwesenheit bei mehreren zentralen Diskussionen für Aufsehen.
Das Kerntrio aus Eralp, Graf und Krach stand bereits mehrfach gemeinsam auf der Bühne, was Spekulationen nährt, sie könnten auch nach der Wahl weiter gemeinsam debattieren. Bei ihrem letzten Auftritt ging es um Bildungspolitik – Katharina Günther-Wünsch sprang dabei für den eingeladenen, aber verhinderten Kai Wegner ein.
Wegners Terminkalender war in letzter Zeit geprägt von Olympischen Vorbereitungen und Veranstaltungen rund um Kleingärten. Er bestätigte seine Teilnahme an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Die Zukunft der Kleingärten in Berlin“, ausgerichtet vom Landesverband der Gartenfreunde. Dagegen fehlte er bei Debatten zu Kunst und Kultur, der Prävention von Antisemitismus sowie der Zukunft der Arbeitswelt.
Bei der Diskussion zur Antisemitismus-Strategie vertrat Justizsenator Felor Badenberg Wegner. Steffen Krach hingegen nutzte jede Gelegenheit, um an öffentlichen Debatten teilzunehmen.
Die unterschiedlichen Teilnahmemuster prägen derzeit die politische Diskussion in Berlin. Während Wegner sich auf ausgewählte Themen konzentriert, hinterlässt er in anderen Politikbereichen Lücken. Das Kerntrio Eralp, Graf und Krach bleibt dagegen konsequent in seinem Engagement präsent.






