Berliner Polizist wegen Betrugs mit gefälschtem Sportabzeichen angeklagt
Raphaela HermighausenBerliner Polizist wegen Betrugs mit gefälschtem Sportabzeichen angeklagt
Ein Berliner Polizist muss sich wegen Betrugs vor Gericht verantworten, nachdem er mit einem gefälschten Sportabzeichen eine Beförderung erschlichen hatte. Die Täuschung umfasste zudem falsche Angaben über seine Arbeitsunfähigkeit, wodurch er höhere Zahlungen erhielt. Die Behörden haben nun rechtliche und disziplinarische Schritte gegen ihn eingeleitet.
Im Jahr 2020 reichte der Beamte ein gefälschtes Zertifikat ein, das bescheinigte, er habe das Deutsche Sportabzeichen in Gold erworben. Auf Grundlage dieser Urkundenfälschung wurde er befördert und sein Gehalt erhöht. Allein dieser Betrug kostete die Polizei etwa 7.700 Euro.
Noch im selben Jahr gab er wiederholt an, dienstunfähig zu sein – obwohl Ermittlungen ergaben, dass er sehr wohl arbeitsfähig war. Diese falschen Angaben führten zu weiteren unrechtmäßigen Zahlungen, sodass sich der geschätzte Gesamtschaden bis Mai 2026 auf rund 11.600 Euro beläuft.
Die Staatsanwaltschaft hat ihn zudem in zwei weiteren Betrugsfällen im Zusammenhang mit den vorgetäuschten Arbeitsunfähigkeiten angeklagt. Sie fordert die Rückzahlung von insgesamt etwa 19.300 Euro, um sowohl die erschlichene Beförderung als auch die unberechtigten Krankengeldzahlungen auszugleichen.
Der Prozess gegen den Polizisten soll vor dem Amtsgericht Tiergarten stattfinden. Die Berliner Polizei hat zudem ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet. Im Falle einer Verurteilung muss er die zu Unrecht erhaltenen Gelder zurückerstatten.






