08 June 2026, 00:21

Bitcoin-Verkauf Deutschlands: War der Ausstieg doch kein Fehler?

Deutschland wurde für den Verkauf von Bitcoin verspottet - Es sieht immer weniger peinlich aus

Bitcoin-Verkauf Deutschlands: War der Ausstieg doch kein Fehler?

Deutschland hatte im Jahr 2024 den Verkauf von knapp 50.000 Bitcoin zunächst als teuren Fehler erscheinen lassen, als die Kurse in die Höhe schossen. Die Bundesrepublik veräußerte ihre Bestände zu einem Durchschnittspreis von rund 57.900 US-Dollar pro Coin und erlöste damit etwa 2,89 Milliarden Dollar. Nun, da Bitcoin bei etwa 62.000 Dollar gehandelt wird, hat sich die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem aktuellen Wert deutlich verringert.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die deutsche Regierung hatte im vergangenen Jahr 49.858 BTC verkauft und damit rund 2,89 Milliarden Dollar eingenommen. Damals stieg der Bitcoin-Kurs später auf ein Hoch für 2025, wodurch der Verkauf im Nachhinein als ungünstig erschien. Doch aktuelle Marktentwicklungen haben diese Einschätzung verändert.

Mittlerweile notiert Bitcoin bei etwa 62.000 Dollar – nur noch 7 Prozent über dem Preis, zu dem Deutschland seine Bestände abgestoßen hat. Ein Rückgang um 6 Prozent würde den Markt unter den Wert drücken, den der Staat für seine Bitcoin erhalten hat. Dieser Wandel folgt auf eine schwierige Phase für die Kryptowährung, in der börsengehandelte Bitcoin-ETFs an 13 aufeinanderfolgenden Tagen Nettoabflüsse von 4,33 Milliarden Dollar verzeichneten und so zusätzlichen Abwärtsdruck erzeugten.

Die Spanne zwischen dem deutschen Verkaufspreis und dem aktuellen Bitcoin-Kurs ist auf unter 7 Prozent geschrumpft. Sollten die Kurse weiter fallen, könnte sich der Ausstieg des Landes im Nachhinein sogar als gut getimt erweisen. Der Markt bleibt jedoch volatil, wobei die jüngsten Abflüsse aus ETFs zur anhaltenden Unsicherheit beitragen.

Quelle