18 April 2026, 18:27

Brandenburgs Schulen kämpfen mit Rekordlehrermangel und politischer Zerrissenheit

Offenes Buch mit detaillierter Landkarte von Brandenburg auf schwarzer Oberfläche.

Brandenburgs Schulen kämpfen mit Rekordlehrermangel und politischer Zerrissenheit

Brandenburgs Bildungssystem steht vor schweren Herausforderungen: Ein Rekordlehrkräftemangel und wachsende Spannungen zwischen den politischen Parteien verschärfen die Krise. Die Sahra-Wagenknecht-Allianz (BSW) hat sich nun gegen ihren ehemaligen Koalitionspartner, die SPD, gewandt und wirft der Partei vor, durch Fehlentscheidungen die Misere weiter vertieft zu haben.

Der neue Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) bestätigte kürzlich, dass die Schulen stärker belastet seien als je zuvor. Unterdessen bezeichnete die BSW die bisherige Zusammenarbeit mit der SPD als Fehler und macht langjährige Politikversäumnisse für die aktuellen Probleme verantwortlich. Der jüngste Haushalt für 2025 strich 345 Vollzeitstellen für Lehrkräfte, was den Personalmangel weiter verschärft. Zudem müssen Lehrerinnen und Lehrer seit dem zweiten Halbjahr eine zusätzliche Stunde pro Woche unterrichten. Diese Maßnahmen hatten der ehemalige SPD-Bildungsminister Steffen Freiberg und der frühere Finanzminister Robert Crumbach eingeführt – beide sind inzwischen zur SPD zurückgekehrt.

Der neue CDU-Minister Hoffmann wirft der vorherigen SPD-BSW-Koalition vor, durch Kürzungen die Krise verschlimmert zu haben. Doch die BSW-Landesvorsitzende Friederike Benda wies diese Kritik als "lächerlich" zurück. Die Probleme seien das Ergebnis von 30 Jahren falscher Entscheidungen – sowohl von CDU als auch SPD –, und nicht allein auf das vergangene Jahr zurückzuführen.

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Benda räumte zudem ein, dass die Unterstützung der BSW für die SPD-Bildungspolitik ein Fehler gewesen sei. Sie argumentierte, das brandenburgische Schulsystem leide seit Jahrzehnten unter Missmanagement – lange bevor die jüngste Koalition an die Regierung kam. Der Streit lässt Brandenburgs Schulen in einer prekären Lage zurück: mit weniger Lehrkräften und steigender Arbeitsbelastung. Während sich die BSW von der SPD distanziert, macht die CDU die früheren Kürzungen für den aktuellen Personalnotstand verantwortlich. Die politische Uneinigkeit bringt jedoch kaum kurzfristige Entlastung für die anhaltende Personalkrise.

Quelle