Braunschweig passt Windenergie-Pläne an – und übertrifft schon jetzt die Ziele für 2027
Raphaela HermighausenBraunschweig passt Windenergie-Pläne an – und übertrifft schon jetzt die Ziele für 2027
Die Region Braunschweig passt ihre Pläne für Windenergie an, um die gesetzlichen Vorgaben Niedersachsens zu erfüllen. Bis 2027 muss sie 2,46 Prozent ihrer Fläche – etwa 12.500 Hektar – für den Ausbau der Windkraft ausweisen. Der aktuelle Entwurf übertrifft diese Anforderung bereits, wird aber weiter präzisiert.
Der Regionalverband Braunschweig hat seinen Planentwurf nach öffentlicher Rückmeldung überarbeitet. Ursprünglich waren 88 Vorranggebiete vorgesehen, doch acht davon wurden gestrichen, sodass nun 80 übrig bleiben. Eine große Zone zwischen Seershausen, Hillerse und Edemissen entfiel komplett.
Darüber hinaus wurden 56 der vorgeschlagenen Gebiete auf Basis neuer Erkenntnisse und lokaler Hinweise angepasst. Neu hinzugekommen ist ein Standort südlich von Kirchberg bei Seesen. Trotz dieser Änderungen umfassen die ausgewiesenen Flächen weiterhin etwa 2,9 Prozent der Gesamtfläche der Region und liegen damit über dem Ziel für 2027.
Niedersachsen schreibt verbindliche Vorgaben für einen deutlichen Ausbau der Windenergie an Land vor. Die nächste Phase der Raumplanung läuft nun an, um sicherzustellen, dass die Region diese Verpflichtungen erfüllt.
Die überarbeitete Planung reduziert zwar die Zahl der Vorranggebiete, hält die Region aber auf Kurs, ihre Windenergieziele zu übertreffen. Weitere Anpassungen sind im Verlauf des Prozesses möglich. Die endgültigen Ausweisungen werden die Windkraftentwicklung in Braunschweig in den kommenden Jahren prägen.






