Braunschweig prüft Winterdienst-Pannen nach Sturm "Elli" – Radwege tagelang blockiert
Raphaela HermighausenBraunschweig prüft Winterdienst-Pannen nach Sturm "Elli" – Radwege tagelang blockiert
Der Stadtrat von Braunschweig hat eine Untersuchung zu den Versäumnissen beim Winterdienst eingeleitet, nachdem Sturm „Elli“ Straßen und Radwege unpassierbar zurückgelassen hatte. Anwohner äußerten Frust über nicht geräumte Routen, was eine offizielle Überprüfung der Schneeräummaßnahmen der Stadt auslöste.
Die Probleme begannen, als Sturm „Elli“ Anfang Februar über die Region zog. Hohe Schneeverwehungen blockierten Straßen, legten den Zugverkehr lahm und zwangen Schulen zur Schließung. Trotz des Rund-um-die-Uhr-Einsatzes der Räumfahrzeuge mussten viele Straßen mehrfach freigeräumt werden, während Radwege nur alle 19 Stunden bearbeitet wurden.
Am 18. Februar reichte die Ratsfraktion DIE FRAKTION. BS einen Antrag ein, in dem sie Antworten forderte. Darin kritisierte sie ALBA, den städtischen Dienstleister, wegen unzureichender Personalkapazitäten und technischer Ausstattung während des anhaltenden Schneefalls. Der Antrag verwies zudem darauf, wie die Verzögerungen den Mobilitätsentwicklungsplan 2035 untergruben, der nachhaltige Verkehrsformen stärken soll.
Der Vorschlag wurde zunächst im Ausschuss für Mobilität, Tiefbau und Beschaffung sowie im Verwaltungsausschuss beraten. Nach der Zustimmung in einer Stadtratsitzung wird die Untersuchung nun die Winterdienst-Leistungsfähigkeit von ALBA prüfen. Die Ergebnisse sollen auch in die Vorbereitungen für das künftige Betriebsmodell einfließen, das 2031 starten soll.
Die Überprüfung wird klären, ob ALBAs aktuelle Ressourcen den Anforderungen der Stadt bei Extremwetter gerecht werden. Die Ergebnisse sollen noch vor der nächsten Wintersaison in Verbesserungen münden. Die Verantwortlichen betonten, wie entscheidend eine zuverlässige Schneeräumung für das Straßen- und Radwegenetz sei.






