Braunschweigs Stadtrat ändert Kurs: Statt Baustellenfonds kommt Evaluation der Hilfen für betroffene Unternehmen
Anton BlochBraunschweigs Stadtrat ändert Kurs: Statt Baustellenfonds kommt Evaluation der Hilfen für betroffene Unternehmen
Der Stadtrat von Braunschweig hat sich mit den Folgen langwieriger Bauarbeiten für die örtlichen Unternehmen befasst. In einer letzten Minute eingebrachten Änderung wurde ein ursprünglicher Antrag zur Wiedereinführung des Baustellenfonds ersetzt. Die Entscheidung folgt auf Bedenken wegen sinkender Kundenfrequenz und Zugangsproblemen in zentralen Bereichen wie dem Hagenmarkt, dem Bültenweg und der Helmstedter Straße.
Die BIBS-Gruppe und Robert Glogowski hatten zunächst einen Antrag eingereicht, um den Baustellenfonds wieder einzuführen. Während der Ratssitzung bekräftigte Glogowski erneut seine Unterstützung für die Wiedereinführung des Fonds.
Vor der Sitzung hatten die Fraktionen von SPD, CDU und Grünen eine Änderungsvorlage ausgearbeitet, die den ursprünglichen Antrag ersetzen sollte. Diese überarbeitete Version wurde angenommen und veränderte Glogowskis Vorstoß maßgeblich. Sie sieht eine Bewertung der bisherigen Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen vor, die von langfristigen öffentlichen Bauvorhaben betroffen sind.
Die Bewertung wird frühere Maßnahmen überprüfen, finanzielle und nicht-finanzielle Hilfsinstrumente entwickeln sowie klare und transparente Kriterien für deren Einsatz festlegen. Die Ergebnisse werden vor den Haushaltsberatungen für 2027/2028 an die zuständigen Ausschüsse des Rates weitergeleitet. Einige Mitglieder, darunter Stefan Wirtz von der AfD, kritisierten, dass das Verfahren zu langsam voranschreite.
Mit der Annahme des Änderungsantrags wird sich der Rat nun auf die Evaluation und Verbesserung der Unterstützung für Unternehmen konzentrieren. Die Ergebnisse werden die künftigen Entscheidungen im Vorfeld der Haushaltsverhandlungen prägen. Lokale Händler könnten bald neue Maßnahmen erhalten, um die Auswirkungen der anhaltenden Bauarbeiten abzumildern.
