Bundespolizei droht 2024 der Totalausfall der Körperkameras – und das hat Folgen
Frieder LachmannBundespolizei droht 2024 der Totalausfall der Körperkameras – und das hat Folgen
Bundespolizei droht 2024 der Ausfall von Körperkameras
Die deutsche Bundespolizei könnte im kommenden Jahr ohne funktionierende Körperkameras dastehen. Der aktuelle Hersteller plant, die Unterstützung einzustellen, und eine jüngste Ausschreibung für neue Geräte scheiterte. Damit bleiben die Beamten 2024 ohne essenzielle Ausrüstung.
Das Bundesinnenministerium hatte 5 Millionen Euro für die Beschaffung von 2.500 neuen Körperkameras bereitgestellt – mit der Option auf weitere 1.500 Geräte. Doch zusätzliche Anforderungen wie austauschbare Akkus machten das Angebot für Lieferanten weniger attraktiv. In der Folge platzte das Vergabeverfahren, und es wurden keine neuen Kameras beschafft.
Nun hoffen die Behörden, dass der bestehende Hersteller die Unterstützung vorläufig verlängert – allerdings zu zusätzlichen Kosten. Einige der aktuellen Modelle sind nahtlos mit den Tasern der Polizei kompatibel, was ihren Nutzen erhöht. Zudem haben sich die Kameras bewährt: Sie tragen zur Deeskalation an Bahnhöfen bei und liefern klare Beweismittel in Strafverfahren.
Ohne schnelle Lösung könnten die Beamten bald ohne einsatzfähige Körperkameras auskommen. Das Ministerium steht unter Druck, die Versorgungslücke zu schließen, bevor sie Wirksamkeit entfaltet. Die Geräte sind sowohl für die Sicherheit der Einsatzkräfte als auch für die Beweissicherung unverzichtbar.
