17 June 2026, 17:54

Bundeswehr an Brandenburgs Schulen: Neue Kooperation sorgt für Streit

Deutsche Militärjugendoffiziere können Schulen besuchen

Bundeswehr an Brandenburgs Schulen: Neue Kooperation sorgt für Streit

Brandenburgs Bildungsministerium und die Bundeswehr haben ein neues Kooperationsabkommen unterzeichnet. Die Vereinbarung zielt darauf ab, die politische Bildung an Schulen durch strukturierte Zusammenarbeit zu fördern. Sie hat bereits heftige Reaktionen aus der Politik ausgelöst.

Dem Abkommen zufolge können Jugendoffiziere der Bundeswehr als externe Referentinnen und Referenten in den Unterricht eingeladen werden. Ihre Rolle beschränkt sich auf Diskussionen im Rahmen des bestehenden Lehrplans und liegt im Ermessen der Schulen. Die Entscheidung, das Angebot anzunehmen, trifft jede Schule eigenständig.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Offizierinnen und Offiziere sollen als Gesprächspartner zu Themen wie deutscher Außen- und Sicherheitspolitik, globalem Krisenmanagement und europäischen Sicherheitsinteressen fungieren. Dabei müssen sie sich an die Grundsätze des Beutelsbacher Konsenses halten, der eine Indoktrination verbietet. Oberst Nikolas Scholtka, Kommandeur des Landeskommandos Brandenburg, betonte, wie wichtig es sei, sicherheitspolitische Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten.

Das Abkommen formalisiert die seit Langem bestehende Zusammenarbeit zwischen Schulen und Bundeswehr. Es schafft einen verbindlichen Rahmen für künftige Aktivitäten. Die BSW-Fraktion im Landtag hat die Vereinbarung scharf kritisiert. Sie bezeichnete die Initiative als „institutionalisierte Kriegspropaganda“ im Klassenzimmer und fordert deren sofortige Aussetzung.

Quelle