25 April 2026, 02:25

CDU-Politiker Amthor fordert feministische Neuausrichtung seiner Partei

Schwarzes und weißes Foto einer vielseitigen Gruppe von Frauen, mit einer sitzenden Frau in der Mitte und dem Text "Die Frauenwahlrechtsbewegung" unten.

CDU-Politiker Amthor fordert feministische Neuausrichtung seiner Partei

CDU-Politiker Philipp Amthor hat seine Partei aufgefordert, Feminismus als eigene Sache zu begreifen und ihn nicht länger der Linken zu überlassen. In jüngsten Stellungnahmen betonte er, dass Gleichberechtigung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit intensiver Debatten über die Haltung der rechtspopulistischen AfD zu Frauenrollen und Geschlechterfragen.

Amthor warnte, die AfD vertrete veraltete Vorstellungen, darunter biologischen Determinismus und starre Geschlechterklischees. Die Partei reduziere Frauen auf das "schwache Geschlecht" und zementiere damit schädliche Vorurteile. Gleichzeitig kritisierte er, dass Politikerinnen oft nach ihrem Äußeren statt nach ihren inhaltlichen Argumenten beurteilt würden.

Zudem forderte er ein größeres Bewusstsein für alltagsnahe Geschlechterdiskriminierung und machte deutlich, dass Proteste allein strukturelle Probleme nicht lösen könnten. Obwohl Amthor in der Vergangenheit feministische Forderungen abgelehnt hatte – etwa die Streichung des Strafrechtsparagraphen zu Schwangerschaftsabbrüchen –, besteht er nun darauf, dass die CDU Errungenschaften gegen rechtsextreme Rückschritte verteidigen müsse. Die Partei verfüge bereits über klare Positionen und brauche keine Vorgaben von links, so Amthor.

Seine Aussagen markieren einen Tonwechsel: Feminismus wird als gesellschaftliche Verantwortung und nicht als parteipolitisches Thema dargestellt. Dennoch bleibt seine frühere Ablehnung von Abtreibungsrechten und Werbeverboten für entsprechende Dienstleistungen umstritten.

Amthors Appell spiegelt die größeren Spannungen um Gleichstellung in der deutschen Politik wider. Die Haltung der CDU zum Feminismus steht nun besonders im Fokus, da die AfD an Einfluss gewinnt. Seine Worte deuten auf einen Versuch hin, den Kurs der Partei neu zu justieren – ohne dabei ihre traditionellen Standpunkte aufzugeben.

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