Commerzbank-Vize Kotzbauer blockt UniCredit-Übernahme mit scharfer Kritik ab
Frieder LachmannCommerzbank-Vize Kotzbauer blockt UniCredit-Übernahme mit scharfer Kritik ab
Commerzbank-Vizechef Kotzbauer lehnt Übernahmeangebot der UniCredit entschieden ab
Michael Kotzbauer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Commerzbank, hat ein Übernahmeangebot der italienischen UniCredit scharf zurückgewiesen. Das Vorgehen der italienischen Bank bezeichnete er als schlecht durchdacht und unfair gegenüber Kunden und Investoren.
Die Absage erfolgt kurz vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen der Commerzbank und einer Aktualisierung der langfristigen Strategie im kommenden Monat. Kotzbauer kritisierte die öffentlichen Äußerungen der UniCredit als aggressiv und irreführend. Das Angebot biete weder ausreichenden Schutz für die Interessen der Kunden noch einen echten Mehrwert für die Aktionäre, argumentierte er. Laut dem Plan sollten Commerzbank-Aktionäre UniCredit-Aktien zu einem reduzierten Kurs erhalten.
Zudem warf er der UniCredit vor, die Commerzbank zerschlagen zu wollen, ohne den Aktionären eine Prämie zu bieten. Trotz des Übernahmeversuchs betonte Kotzbauer die starke Position der Bank und verwies auf ein stabiles Firmenkundengeschäft sowie ein solides Kreditportfolio.
Der Vorstand der Commerzbank bekräftigte, die Interessen der Aktionäre in den Mittelpunkt zu stellen. Am 8. Mai 2023 wird die Bank ihre aktuellen Finanzkennzahlen sowie eine strategische Roadmap vorlegen. Diese soll klare Leistungsziele bis zum Jahr 2030 umfassen.
Mit der Ablehnung steht das Übernahmeangebot der UniCredit auf der Kippe. Die Führung der Commerzbank bleibt auf ihre eigenen Wachstumspläne und die finanzielle Stabilität fokussiert. Der nächste Quartalsbericht und die Strategieaktualisierung sind für Anfang Mai geplant.






