Deutsche Bahn droht Pünktlichkeits-Kollaps ohne Milliardenhilfe bis 2030
Raphaela HermighausenDeutsche Bahn droht Pünktlichkeits-Kollaps ohne Milliardenhilfe bis 2030
Die Deutsche Bahn hat gewarnt, dass die Pünktlichkeit der Züge bis 2030 auf unter 60 Prozent sinken könnte, falls nicht dringend zusätzliche Mittel bereitgestellt werden. Die Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Evelyn Palla, drängt auf Milliardeninvestitionen, um einen weiteren Rückgang zu verhindern und die Dienstleistungen im gesamten Netz zu verbessern.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat für die Deutsche Bahn ein Pünktlichkeitsziel von 70 Prozent gesetzt. Um dieses Ziel zu erreichen, wären jedoch bis zum Ende des Jahrzehnts zusätzliche 13 Milliarden Euro erforderlich.
Ohne die Extra-Mittel rechnet der Bahnkonzern mit einer deutlichen Verschlechterung der Leistungsfähigkeit. Palla betont, dass die Gelder nicht nur für die Pünktlichkeit, sondern auch für umfassende Verbesserungen im Schienenverkehr unverzichtbar seien.
Mit den geplanten Investitionen könnte die Deutsche Bahn ihre Pünktlichkeitsquote laut eigenen Schätzungen um fünf Prozentpunkte steigern. Dies würde helfen, die Regierungsziele zu erfüllen und die Zuverlässigkeit des Netzes zu stabilisieren.
Der Appell für 13 Milliarden Euro unterstreicht den finanziellen Druck auf das deutsche Schienensystem. Wird die Förderung bewilligt, würden damit zentrale Modernisierungen unterstützt und ein drastischer Qualitätsverfall verhindert. Ohne die Mittel müssten Fahrgäste in den kommenden Jahren mit noch mehr Verspätungen rechnen.






