Dreieich erhält Bundesförderung für klimaresistente Wälder bis 2034
Raphaela HermighausenDreieich erhält Bundesförderung für klimaresistente Wälder bis 2034
Die Stadt Dreieich hat Bundesfördergelder für eine klimagerechte Waldbewirtschaftung erhalten. Im Rahmen des Programms wird die Kommune in den nächsten zehn Jahren jährlich rund 20.000 Euro erhalten. Das Geld soll helfen, Wälder zu erhalten und so umzugestalten, dass sie den Klimawandel besser bewältigen können.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat Dreieichs Teilnahme am Förderprogramm "Klimagerechte Waldbewirtschaftung" offiziell bewilligt. Um die Förderung zu erhalten, hat sich die Stadt zu strengeren Auflagen verpflichtet, als es aktuelle Gesetze oder Zertifizierungen vorsehen. Dazu gehört eine zehnjährige Verpflichtung, die biologische Vielfalt zu fördern und die Widerstandsfähigkeit der Wälder zu stärken.
Eine zentrale Vorgabe ist die Ausweisung von fünf Prozent der Waldfläche als natürliche Entwicklungszonen. In Dreieich betrifft dies eine Kernzone im Dreieichenhain sowie kleinere Flächen in anderen Stadtteilen. Eine weitere Regel schreibt vor, pro Hektar mindestens fünf "Habitatbäume" als Lebensraum für Tiere zu erhalten.
Die Fördersumme liegt zwischen 47 und 100 Euro pro Hektar und Jahr. Da der städtische Wald in Dreieich etwa 200 Hektar umfasst und in die höchste Förderstufe fällt, erhält die Stadt jährlich rund 20.000 Euro über den Zehnjahreszeitraum.
Die finanzielle Unterstützung soll Dreieich dabei helfen, seine Wälder nachhaltiger zu bewirtschaften. Durch die Erfüllung der zusätzlichen Kriterien will die Stadt die Artenvielfalt stärken und ihre Wälder an die künftigen Klimaherausforderungen anpassen. Die Förderung beginnt in diesem Jahr und läuft bis 2034.






