Elektroindustrie 2025: Rückgang der Produktion, aber Hoffnung auf Wachstum
Anton BlochAuftragsboom gibt der Elektronikindustrie einen Schub für 2026 - Elektroindustrie 2025: Rückgang der Produktion, aber Hoffnung auf Wachstum
Deutschlands Elektro- und Digitalindustrie zeigte 2025 gemischte Ergebnisse: leichter Urlaubs-Rückgang, aber steigende Umsätze
Trotz eines Rückgangs der Produktion um 0,4 Prozent stiegen die Gesamterlöse der deutschen Elektro- und Digitalbranche im Jahr 2025 um 2,0 Prozent auf 224,5 Milliarden Euro. Nach Jahren der Stagnation blickt der Sektor nun optimistischer auf die kommenden Monate.
Die Branche hatte 2025 mit zahlreichen Herausforderungen zu kämpfen. Zwar legten die Inlandsaufträge im Oktober zu, doch sank die Gesamtproduktion real um 0,5 Prozent. Die Beschäftigtenzahlen gingen leicht zurück, und die Investitionen blieben trotz eines bescheidenen Wirtschaftswachstums von 0,2 Prozent schwach. Hohe Strompreise sowie die hohen Ladekosten für E-Mobilität belasteten die Unternehmen weiter – Deutschland verzeichnete hier nach wie vor die höchsten Preise in Europa.
Ein deutlicher Umschwung zeichnete sich im Dezember 2025 ab: Die Neuaufträge stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 17,1 Prozent. Sowohl die inländische als auch die ausländische Nachfrage trugen gleichermaßen zu diesem Anstieg bei. Angesichts dieser positiven Entwicklung prognostiziert der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) für 2026 ein reales Produktionswachstum von 2 Prozent.
Nach drei Jahren der Stagnation erwartet die Branche nun für 2026 eine Erholung. Die Prognose des ZVEI, der ein Produktionsplus von 2 Prozent vorhersagt, folgt auf ein starkes Jahresende 2025 mit steigenden Aufträgen und verbesserten Umsätzen. Ob sich der Aufschwung fortsetzt, hängt jedoch von einer anhaltenden Nachfrage und wirtschaftlicher Stabilität ab.






