11 April 2026, 00:30

Erfurt und Ex-Mitarbeiter Guy Montavon verhandeln über außergerichtlichen Vergleich

Ein Anwalt im Anzug sitzt an einem Tisch mit einer Waage vor sich und durchsucht Dokumente mit Text und Zahlen.

Erfurt und Ex-Mitarbeiter Guy Montavon verhandeln über außergerichtlichen Vergleich

In dem seit Langem schwelenen Streit zwischen Erfurt und seinem ehemaligen Mitarbeiter Guy Montavon wird nun eine mögliche außergerichtliche Einigung diskutiert. Der Fall, der sich um seine Entlassung vor über zwei Jahren dreht, könnte ohne weitere juristische Schritte beigelegt werden. Oberbürgermeister Andreas Horn hat den Ältestenrat des Stadtrats bereits über die neuesten Entwicklungen informiert.

Montavon war vor mehr als zwei Jahren fristlos entlassen worden, nachdem die Stadt ihm Machtmissbrauch und sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen hatte. Diese Vorwürfe konnten jedoch nie gerichtlich bewiesen werden. Seither zieht sich der Rechtsstreit hin, wobei die nächste Verhandlung vor dem Erfurter Arbeitsgericht für September angesetzt ist – sofern keine Einigung zustande kommt.

Die Verhandlungen nahmen Mitte März eine Wendung, als beide Seiten zu einem Schlichtungsgespräch zusammenkamen. Eine Vergleichssumme im mittleren sechsstelligen Bereich wurde vorgeschlagen, vor allem zur Abgeltung ausstehender Gehaltszahlungen. Stadtoffizielle gingen zunächst von einer nahenden Einigung aus, doch Montavon stellte anschließend eine zusätzliche Forderung, was bei den Kommunalbeamten auf Unverständnis stieß.

Die Einigung könnte nun bereits im Mai finalisiert werden – vorausgesetzt, der Stadtrat gibt sein Plazet. Sollte der Deal zustande kommen, hat Montavon signalisiert, seine Klage auf Wiedereinstellung fallen zu lassen.

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Das weitere Vorgehen hängt davon ab, ob der Stadtrat den vorgeschlagenen Bedingungen zustimmt. Kommt es zu keiner Einigung, wird der Rechtsstreit im September fortgesetzt. Derzeit bleiben beide Seiten im Gespräch, um weitere Gerichtsverfahren zu vermeiden.

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