05 April 2026, 02:27

Erster wasserstoffbetriebener Müllwagen rollt in Dreieich und Neu-Isenburg an

Zwei Metallmülltonnen auf einem Bürgersteig neben einer Bank und einem Gebäude, mit einem Geldautomaten links im Bild.

Erster wasserstoffbetriebener Müllwagen rollt in Dreieich und Neu-Isenburg an

Dreieich und Neu-Isenburg führen ersten Müllwagen mit Wasserstoffantrieb ein

Dreieich und Neu-Isenburg sind die ersten Kommunen im Kreis Offenbach, die einen wasserstoffbetriebenen Müllwagen in Betrieb nehmen. Das am 14. Mai ausgelieferte Fahrzeug markiert einen Schritt hin zu einer emissionsfreien Abfallentsorgung in der Region. Lokale Verantwortliche begrüßen die Innovation als Teil umfassender Pläne zum Ausbau umweltfreundlicher Verkehrsmittel.

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Der neue Müllwagen, hergestellt vom Unternehmen Faun, kostete rund 993.000 Euro. Der Bund übernahm 80 Prozent der Mehrkosten im Vergleich zu einem herkömmlichen Dieselmodell. Sein Wasserstoff-Brennstoffzellensystem besteht aus drei Modulen, die gemeinsam 90 kW Leistung erbringen. Mit vier Tanks, die bis zu 16,8 Kilogramm Wasserstoff fassen, erreicht das Fahrzeug etwa 320 PS und eine Mindestreichweite von 200 Kilometern.

Als einzige Emission stößt der Müllwagen Wasserdampf aus. Er wird in beiden Städten, Dreieich und Neu-Isenburg, eingesetzt und auf verschiedenen Abfallrouten getestet. Bürgermeister Martin Burlon und Neu-Isenburgs Erster Stadtrat Stefan Schmitt lobten das Projekt bei der Inbetriebnahme.

Das Abfallentsorgungsunternehmen DLB Dreieich und Neu-Isenburg AöR plant, in den kommenden Jahren 15 weitere wasserstoffbetriebene Fahrzeuge in seine Flotte aufzunehmen. Mit dieser Erweiterung soll der Ausstoß schädlicher Emissionen im kommunalen Dienst weiter verringert werden.

Der Wasserstoff-Müllwagen ist bereits im Einsatz – sein langfristiger Erfolg hängt von der Bewährung im Praxisbetrieb ab. Bewährt sich die Technologie, könnte sie als Vorbild für andere Kommunen in der Region dienen. Das Projekt steht zudem im Einklang mit nationalen Bestrebungen, den kommerziellen Verkehr umweltfreundlicher zu gestalten.

Quelle