14 April 2026, 22:26

Ex-CSU-Chef Huber attackiert Söder wegen Blockadehaltung in der Koalition

Schwarz-weißer architektonischer Grundriss des ehemaligen Bundeskanzleramts, der detaillierte Layout-Informationen enthält.

Ex-CSU-Chef Huber attackiert Söder wegen Blockadehaltung in der Koalition

Erwin Huber, der ehemalige Vorsitzende der CSU, hat Markus Söder öffentlich dafür kritisiert, die Arbeit der Bundesregierung zu untergraben. In einer deutlichen Stellungnahme warf Huber Söder vor, unrealistische Fristen zu setzen und gleichzeitig zentrale Reformvorschläge zu blockieren. Angesichts der aktuellen politischen Lage sei Zusammenarbeit statt Konfrontation gefragt, betonte er.

Huber hinterfragte Söders jüngsten Umgang mit der Koalitionspolitik und bezeichnete diesen als verwirrendes Wechselspiel aus Unterstützung und Opposition. Eine solche "Doppelte Strategie" berge die Gefahr, Fortschritte bei drängenden Themen zu destabilisieren, warnte er. Stattdessen rief Huber den bayerischen Ministerpräsidenten auf, sich ein Beispiel an Theo Waigel zu nehmen, einer prägenden CSU-Persönlichkeit, die für konstruktive Lösungsansätze stand.

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Der frühere Parteichef kritisierte zudem das Fehlen klarer CSU-Positionen in Steuer-, Renten- und Gesundheitspolitik. Angesichts der großen Herausforderungen, vor denen Deutschland in den Bereichen Verteidigung, wirtschaftliche Stabilität und soziale Sicherheit stehe, sei jetzt nicht die Zeit für politisches Taktieren, so Huber. Er widersprach Söders Forderungen nach schnellen Reformen und Steuersenkungen angesichts der anhaltenden Haushaltskrise direkt.

Hubers Äußerungen fallen in eine Phase zunehmender Spannungen zwischen der CSU und ihren Koalitionspartnern. Er bestand darauf, dass sowohl der Freistaat als auch die Partei Söder brauchen, der sich konstruktiver in die Reformdebatte einbringen müsse. Ohne konkrete Vorschläge werde Kritik allein die drängenden Probleme des Landes nicht lösen, argumentierte Huber.

Mit seiner Intervention setzt Huber Söder in den Koalitionsverhandlungen unter Zugzwang, seine Haltung zu überdenken. Der Appell des früheren Vorsitzenden für einen kooperativeren Kurs spiegelt die wachsende Sorge über Verzögerungen bei politischen Entscheidungen wider. Angesichts anstehender Schlüsselfragen wird die nächste Positionierung der CSU maßgeblich ihre Rolle in der künftigen Ausrichtung der Regierung prägen.

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