EZB senkt CO₂-Fußabdruck ihrer Portfolios und setzt auf grüne Anleihen
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren vierten Bericht zu klimabezogenen Finanzoffenlegungen veröffentlicht. Die Unterlagen zeigen den CO₂-Fußabdruck und die Klimarisiken auf, die mit den Portfolios der geldpolitischen Maßnahmen des Eurosystems, den Devisenreserven der EZB sowie ihren nicht-geldpolitischen Beständen verbunden sind. Erstmals flossen inflationsbereinigte Emissionsdaten in die Bewertung ein, um preisbedingte Verbesserungen abzubilden.
Im Jahr 2025 blieb das Eurosystem auf Kurs, um seine Zwischenziele zur Reduzierung der Emissionen bei Unternehmensanleihen im Rahmen der Geldpolitik zu erreichen. Die absoluten CO₂-Emissionen dieser Portfolios sowie der Devisenreserven der EZB gingen weiter zurück. Zudem führte die EZB relative Kennzahlen für Scope-3-Emissionen bei nicht-staatlichen Beständen ein – ein Novum in ihrer Berichterstattung.
Im Eigenkapitalportfolio der EZB stieg der Anteil grüner Anleihen bis Ende 2025 auf 33 Prozent. Diese Umstellung lenkte 7,6 Milliarden Euro in die grüne Transformation. Die Bank strebt an, diesen Anteil 2026 auf 35 Prozent zu erhöhen.
Über den Klimaschutz hinaus erweiterte die EZB ihren Fokus auf naturbezogene Risiken. Sie legte die Exposition ihrer Portfolios gegenüber Sektoren offen, die stark von der Natur abhängig sind oder diese erheblich beeinflussen. Die Institution verpflichtete sich zudem, die Fortschritte bei naturbezogenen Daten und Berichtsstandards zu verfolgen und diese Offenlegungen schrittweise auszubauen.
Die aktuellen Berichte unterstreichen die Fortschritte der EZB bei der Emissionsreduzierung und der Ausweitung grüner Investitionen. Die absoluten CO₂-Emissionen der zentralen Portfolios sanken 2025 erneut. Die erweiterte Berichterstattung der Bank umfasst nun auch naturbezogene Risiken, wobei in künftigen Updates weitere Entwicklungen erwartet werden.






