Familienministerin fordert strikte Bildschirmzeit-Regeln für Kinder unter drei Jahren
Raphaela HermighausenFamilienministerin fordert strikte Bildschirmzeit-Regeln für Kinder unter drei Jahren
Bundesfamilienministerin Karin Prien ruft Eltern dazu auf, die Bildschirmzeit ihrer Kinder zu reduzieren. Sie warnt davor, dass übermäßiger Konsum digitaler Geräte die frühe Entwicklung beeinträchtigen könne. Zu ihren Vorschlägen gehören auch strengere Regeln für kleine Kinder und eine bessere Förderung vor der Einschulung.
Prien plädiert dafür, dass Kinder unter drei Jahren vollständig auf digitale Medien verzichten. Für ältere Kinder schlägt sie gesetzliche Obergrenzen für die Bildschirmzeit vor. Ihr Fokus liegt darauf, grundlegende Fähigkeiten wie Lesen, Schreiben und Mathematik zu stärken.
Die Ministerin plant, verpflichtende Sprach- und Entwicklungstests rund um den vierten Geburtstag eines Kindes einzuführen. Diese Überprüfungen sollen frühzeitig Förderbedarf erkennen – insbesondere bei Kindern mit besonderen Anforderungen. Die erhobenen Daten sollen auch genutzt werden, um schwache Lesekompetenzen gezielt zu verbessern.
Während Prien mit den Bundesländern daran arbeitet, die Ergebnisse der IQB-Bildungstrendstudie zu verbessern, lehnt sie eine bundesweite Kontrolle über Kita-Standards ab. Stattdessen betont sie, dass Eltern erkennen müssten, wie ihr eigenes Verhalten das Wachstum ihrer Kinder prägt.
Priens Vorschläge zielen darauf ab, Lücken in der frühen Bildung durch gezielte Tests und strengere Bildschirmzeitregeln zu schließen. Die Maßnahmen konzentrieren sich auf die Vorbereitung der Kinder auf die Schule, während die Regelung von Kitas in der Verantwortung der Länder bleibt. Ihr Ansatz verbindet elterliche Verantwortung mit strukturierter Unterstützung für junge Lernende.






