29 March 2026, 16:29

Feuerwehr-Meisterschaft in Sachsen eskaliert nach Nationalhymnen-Streit

Eine Gruppe von Menschen, die auf dem Boden sitzen und einer Menge mit Fahnen, Spruchbändern und einem Mikrofon auf einem Ständer gegenüberstehen, mit einer Statue, Gebäuden und einem bewölkten Himmel im Hintergrund während einer anti-schwulen Demonstration in Berlin.

Feuerwehr-Meisterschaft in Sachsen eskaliert nach Nationalhymnen-Streit

Feuerwehr-Meisterschaft in Sachsen löst Streit aus – nach Abspielen der ersten Strophe der Nationalhymne

Eine Feuerwehr-Meisterschaft in Sachsen hat für Aufsehen gesorgt, nachdem bei der Veranstaltung die erste Strophe der deutschen Nationalhymne gespielt wurde. Der Vorfall führte zur Abberufung eines Feuerwehrmanns aus seinen offiziellen Funktionen und löste ein Solidaritätskonzert des legendären Sängers Heino aus. Bei dem Konzert skandierte das Publikum später Parolen, die die Spannungen weiter anheizten.

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Der Streit begann während der Feuerwehr-Ausbildung 2025 in Torgau, als Richard Mänder bei der Eröffnungsfeier die erste Strophe von "Deutschland, Deutschland über alles" abspielte. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) und der Landesverband reagierten darauf, indem sie ihn von allen Jury-Aufgaben entbanden. Mänder bleibt jedoch weiterhin als Stellvertreter in Feuerwehrsport-Wettbewerben tätig, da keine formellen Schritte eingeleitet wurden, um diese Rolle dauerhaft zu beenden.

Mänder gab später an, er habe die Version der Hymne von YouTube bezogen und für die Veranstaltung heruntergeladen. Als Reaktion auf seine Abberufung organisierten Unterstützer am Samstagabend in Bad Belzig ein Konzert mit dem 87-jährigen Schlager-Ikone Heino als Hauptact. Der Sänger präsentierte Klassiker wie "Blau blüht der Enzian", "Rosamunde", "Karamba, Karacho, ein Whiskey" und "Die Schwarze Barbara".

Während Heinos Zugabe "Schwarzbraun ist die Haselnuss" skandierte ein Teil des Publikums "Ostdeutschland, Ostdeutschland!". Gleichzeitig veranstaltete eine andere Gruppe in Bad Belzig an diesem Abend eine "Party für Vielfalt". Heinos Manager, Helmut Werner, betonte, dass die erste Strophe der Hymne "nie verboten" gewesen sei, man die Nutzung bei einer bundesweiten Feuerwehr-Meisterschaft jedoch nicht unterstütze.

Mänder kündigte nun an, künftig jährlich Feuerwehr-Sportmeisterschaften organisieren zu wollen – ein Schritt, der die Spaltung in der Feuerwehrgemeinschaft vertiefen könnte. Der Deutsche Feuerwehrverband bleibt bei seiner Entscheidung, ihn von offiziellen Aufgaben auszuschließen.

Die Hymnen-Debatte hat den Feuerwehrverband und seine Mitglieder in eine schwierige Lage gebracht. Mänders geplante Veranstaltungen könnten die Gräben weiter vertiefen, während der Verband an seiner Haltung festhält. Der Vorfall lenkt zudem die Aufmerksamkeit auf den Umgang mit nationalen Symbolen bei öffentlichen Veranstaltungen.

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