Frankfurt und Offenbach wollen Cannabis-Legalisierung als Pilotregion testen
Raphaela HermighausenFrankfurt und Offenbach wollen Cannabis-Legalisierung als Pilotregion testen
Frankfurt und Offenbach bereiten sich auf mögliche Cannabis-Legalisierung vor
Nach den Bundesvorschlägen zur Legalisierung von Cannabis rüsten sich Frankfurt und Offenbach für mögliche Veränderungen. Die Verantwortlichen in beiden Städten zeigen sich überzeugt von den Plänen und wollen den Prozess aktiv mitgestalten – mit besonderem Fokus auf Schutzmaßnahmen und Bürgerbeteiligung.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte kürzlich die Eckpunkte einer neuen Cannabispolitik vorgestellt. Frankfurt und Offenbach reagierten umgehend und beraten nun über das weitere Vorgehen. Beide Städte sehen sich aufgrund ihrer bestehenden Präventionsarbeit gut aufgestellt, um als Modellregion für ein Pilotprojekt zu dienen.
In Frankfurt hat die kommunale Drogenpolitikstelle bereits konkrete Schritte eingeleitet, um die Bevölkerung einzubinden: Eine Umfrage sammelt derzeit Meinungen zur Cannabis-Legalisierung. Zudem finden die „Frankfurter Cannabis-Dialoge“ statt, bei denen Fragen der Bürgerinnen und Bürger beantwortet und Informationen vermittelt werden sollen.
Stadtrat Stefan Majer (Frankfurt) und Offenbachs Oberbürgermeisterin Sabine Groß unterstützen die Bundespläne ausdrücklich. Groß betont dabei besonders den Schutz von Jugendlichen und Erwachsenen während des gesamten Prozesses. Beide Städte wollen bereits jetzt umsetzbare Maßnahmen vorantreiben – auch wenn die bundesweite Gesetzgebung noch aussteht.
Frankfurt und Offenbach beabsichtigen, sich gemeinsam als Pilotregion für die Cannabispolitik zu bewerben. Ihr Ziel: starke Jugend- und Verbraucherschutzstandards, falls die Legalisierung kommt. Die öffentliche Umfrage und die Dialogveranstaltungen sollen dabei helfen, den künftigen Kurs zu bestimmen.






