12 June 2026, 18:16

Frankfurter Gymnasium ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit Namensgebung

Umbenennen der 'Neuen Frankfurter Oberschule' in 'Margot-Friedländer-Oberschule'

Frankfurter Gymnasium ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit Namensgebung

Eine Schule in Frankfurt wird zu Ehren der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer umbenannt. Das Neue Gymnasium Frankfurt trägt künftig den Namen Margot-Friedländer-Gymnasium – eine erste Würdigung dieser Art in Hessen. Die Entscheidung geht auf einen Vorschlag des hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein zurück, der damit ihr lebenslanges Engagement für Erinnerungskultur und Bildung würdigen will.

Margot Friedländer überlebte das Konzentrationslager Theresienstadt und wurde später zu einer bedeutenden Zeitzeugin. Jahrzehntelang klärte sie junge Menschen über die Verbrechen des Nationalsozialismus auf und setzte sich für Menschlichkeit, Toleranz und demokratische Werte ein. Für ihr Wirken erhielt sie große Anerkennung, darunter Hessens höchste Auszeichnung, die Wilhelm-Leuschner-Medaille, die ihr im Dezember 2025 posthum verliehen wurde.

Boris Rhein bezeichnete die Umbenennung als einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Erinnerungskultur in Hessen. Schulen komme dabei eine zentrale Rolle zu – im Kampf gegen Extremismus und Antisemitismus sowie bei der Vermittlung historischen Bewusstseins. Bildungsminister Armin Schwarz begrüßte die Entscheidung und betonte, sie sende ein starkes Signal innerhalb des Bildungssystems.

Das Margot-Friedländer-Gymnasium wird künftig täglich an ihr Vermächtnis erinnern. Es setzt in Hessen ein Zeichen für die Ehrung jener, die sich gegen das Vergessen der Geschichte einsetzten. Die Maßnahme unterstreicht zugleich die Bedeutung von Bildung für die Bewahrung demokratischer Werte und historischer Verantwortung.

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