Frankfurts Zeil bekommt ein neues urbanes Quartier aus dem alten Karstadt-Haus
Anton BlochFrankfurts Zeil bekommt ein neues urbanes Quartier aus dem alten Karstadt-Haus
Frankfurts Einkaufsmeile Zeil bekommt ein neues Gesicht: Aus dem ehemaligen Karstadt-Gebäude wird ein modernes Mischnutzungsprojekt
Der historische Standort an der Zeil, der nach der Insolvenz der Signa Group brachlag, steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Das ehemalige Karstadt-Gebäude wurde nun an die Midstad-Gruppe verkauft, die dort ein vielseitig nutzbares Quartier entstehen lassen will. Die Umgestaltung ist Teil eines größeren Trends entlang der Zeil, wo ehemalige Einzelhandelsimmobilien für das moderne Stadtleben neu gedacht werden.
Das Projekt in der Schäfergasse 11–15 wird in drei Phasen umgesetzt. Ab dem zweiten Quartal 2025 beginnen Abriss- und Erdarbeiten, die bis Ende desselben Jahres abgeschlossen sein sollen. In der zweiten Phase, von Anfang 2026 bis Mitte 2026, entstehen Büro- und Gewerbeflächen. Den Abschluss bilden ab spätem 2026 bis Mitte 2027 Wohnungen, ein Fitnessstudio sowie eine Dachterrasse. Die Fertigstellung des gesamten Komplexes ist für Mitte 2027 geplant.
Nach der Fertigstellung wird das Areal über 15.000 Quadratmeter Büroräumlichkeiten, 8.000 Quadratmeter Wohnfläche und 2.000 Quadratmeter Freizeitflächen bieten. Die Umnutzung spiegelt eine Entwicklung wider, die auch andere große Immobilien an der Zeil erfasst – etwa das Gebäude von Peek & Cloppenburg, das ebenfalls zu einem Mischnutzungsprojekt umgestaltet wird.
Besonders der östliche Abschnitt der Zeil, einst vom Einzelhandel dominiert, wandelt sich zunehmend zu einem vielfältigen urbanen Raum. Dieser Wandel ist auch eine Reaktion auf die Krise traditioneller Kaufhäuser, die mit veränderten Einkaufsgewohnheiten und dem Boom des Online-Handels kämpfen. Gelingt die Neugestaltung des Karstadt-Standorts, könnte das Projekt zu einem neuen Wahrzeichen für das Viertel werden.
Die Umwandlung des ehemaligen Karstadt-Gebäudes markiert einen Richtungswechsel für die Frankfurter Zeil. Durch die Kombination von Büros, Wohnraum und Freizeitangeboten soll das lange brachliegende Gelände wiederbelebt werden. Bei Erfolg könnte das Vorhaben Schulbeispiel für andere notleidende Handelsimmobilien in der Innenstadt werden.






