Freiburg startet Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt: "Nicht deine Schuld"
Frieder LachmannFreiburg startet Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt: "Nicht deine Schuld"
Die Stadt Freiburg hat eine neue Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt gestartet. Unter dem Motto „Nicht okay. Nicht normal. Nicht deine Schuld“ will sie die gesellschaftliche Akzeptanz solcher Übergriffe infrage stellen. Die Initiative soll Betroffene bestärken und auf bestehende Hilfsangebote aufmerksam machen.
Die Kampagne richtet sich gegen Gewalt an Frauen, Kindern sowie queeren und trans Personen in Freiburg – darunter häusliche Gewalt, sexuelle Belästigung, digitale Gewalt und Übergriffe im öffentlichen Raum. Alle Materialien verweisen Betroffene an Beratungsstellen und Unterstützungsdienste.
Bürgermeister Martin Horn betonte, die Aktion ermutige Betroffene, Hilfe zu suchen. Sie ist Teil einer umfassenderen Strategie, die gemeinsam mit lokalen Organisationen entwickelt wurde. Die Stadt setzt die Kampagne im Einklang mit der Istanbul-Konvention um, die Regierungen verpflichtet, geschlechtsspezifische Gewalt systematisch zu bekämpfen.
Simone Thomas, die Frauenbeauftragte der Stadt, wies auf die vielfältigen Formen von Gewalt hin. Ziel sei es, das öffentliche Bewusstsein zu schärfen und zum Handeln zu motivieren. Die Mekriba-Stiftung, die sich für Prävention und Opferschutz einsetzt, unterstützt die Initiative.
Mit Plakaten, Social-Media-Inhalten und weiteren öffentlichen Aktionen wird die Kampagne in ganz Freiburg sichtbar sein. Im Mittelpunkt steht die Sensibilisierung der Bevölkerung sowie die Bewerbung von Hilfsangeboten. Die Kampagne ist bereits cityweit aktiv und bietet Betroffenen klare Wege, um Unterstützung zu erhalten. Freiburgs Engagement entspricht damit den internationalen Verpflichtungen zum Schutz von Menschen, die von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind.
