Fürth fällt in Lebensqualitätsstudie dramatisch durch – Nachbarstädte glänzen
Anton BlochFürth fällt in Lebensqualitätsstudie dramatisch durch – Nachbarstädte glänzen
Eine neue Studie hat deutsche Städte nach ihrer Lebensqualität bewertet – mit teils eklatanten Unterschieden zwischen Nachbarcommunen. Das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) führte die Analyse im Auftrag von Philip Morris durch und untersuchte dabei fünf zentrale Bereiche: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verkehr, Digitalisierung sowie Freizeit- und Kulturangebote. Während einige benachbarte Kommunen gut abschnitten, landet Fürth in mehreren Kategorien am unteren Ende der Skala.
Im Gesamtranking der Lebensqualität belegt Fürth Platz 14 – doch die Leistungen fallen je nach Bereich höchst unterschiedlich aus. Bei der Verkehrsanbindung erreicht die Stadt Rang 143, was auf eine solide Infrastruktur hindeutet. In anderen Kategorien jedoch hinkt Fürth deutlich hinterher: Platz 449 bei Freizeitangeboten, 455 im Gesundheitsbereich und 578 in der Bildung.
Besonders schwach schneidet Fürth in der Digitalisierung ab – hier landet die Stadt auf Platz 1.215. Das deutet auf erhebliche Defizite bei Internetzugang, digitalen Dienstleistungen oder technischer Infrastruktur im Vergleich zu anderen deutschen Städten hin.
Deutlich besser schneiden dagegen die Nachbarstädte ab: Stein erreicht im Gesamtranking Platz 85, Oberasbach Platz 109. Beide übertreffen Fürth damit deutlich, vor allem in jenen Bereichen, in denen die Stadt die größten Schwächen zeigt.
Die Ergebnisse offenbaren eine klare Kluft bei den Lebensstandards innerhalb der Region. Fürths schlechte Platzierungen in Digitalisierung, Gesundheitsversorgung und Bildung könnten die Kommunalpolitik zum Handeln bewegen. Die deutlich besseren Positionen von Stein und Oberasbach hingegen legen nahe, dass deren Einwohnerinnen und Einwohner besseren Zugang zu zentralen Dienstleistungen und Angeboten haben.






