Fürth trauert um Anette Reichstein – eine Lebensbilanz des Engagements
Anton BlochFürth trauert um Anette Reichstein – eine Lebensbilanz des Engagements
Anette Reichstein, engagierte SPD-Stadträtin und Fürsprecherin der Fürther Gemeinschaft, ist im Alter von 75 Jahren verstorben. Ihr Tod am 3. Juni 2026 markiert das Ende einer langen Karriere im Dienst der Menschen in Fürth. Für ihr Wirken in der Kommunalpolitik und ihr soziales Engagement genoss sie große Anerkennung.
Reichstein zog 1990 als Vertreterin der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) in den Fürther Stadtrat ein. Bis 2008 blieb sie in diesem Amt und übernahm später von 2002 bis 2008 den Posten der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Fraktion.
Über die Politik hinaus spielte sie eine zentrale Rolle bei der Gründung des Fürther Frauenhauses sowie des Diakonievereins St. Martin. Ab 1994 gehörte sie zudem dem Kirchenvorstand der Kirchengemeinde St. Martin an. Ihr Einsatz für junge Menschen zeigte sich besonders in ihrer Tätigkeit als Jugendschöffin.
Im Februar 2020 würdigte die Stadt Fürth ihr Lebenswerk mit der Verleihung des Goldenen Kleeblatts. Zudem war sie in der Arbeiterwohlfahrt (AWO) aktiv, wo sie sowohl im Ortsverein Eigenes Heim als auch im Kreisverband Fürth Verantwortung trug.
Ein Gedenkgottesdienst findet am 20. Juni 2026 um 13:00 Uhr in der St.-Martins-Kirche, Hochstraße 14, statt.
Anette Reichsteins Tod hinterlässt ein Erbe des öffentlichen Dienstes und des sozialen Engagements in Fürth. Die Trauerfeier bietet der Gemeinschaft die Gelegenheit, ihr jahrzehntelanges Wirken zu ehren. Ihr Einfluss auf die lokale Politik, die Frauenrechte und die Jugendarbeit wird in Erinnerung bleiben.






