08 June 2026, 14:27

Fußballturnier in München gedenkt der Opfer des rechtsextremen Anschlags von 2016

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Fußballturnier in München gedenkt der Opfer des rechtsextremen Anschlags von 2016

Fußballturnier in München gedenkt der Opfer des rechtsextremen Anschlags von 2016

Am 6. Juni fand in München ein Fußballturnier statt, um der Opfer des Terroranschlags vom 22. Juli 2016 zu gedenken. Organisiert wurde die Veranstaltung von Hasan Leyla, dessen 14-jähriger Sohn Can zu den neun Getöteten zählte. Das Turnier sollte die Erinnerung an die Opfer wachhalten. Der Anschlag, der zunächst als Amoklauf eingestuft worden war, wurde später als rechtsterroristische Tat anerkannt.

Veranstalter war die Initiative München erinnert, die Spieler aus Sportvereinen, Gewerkschaften und politischen Gruppen zusammenbrachte. Im Mittelpunkt stand nicht der Sieg, sondern die Teilhabe und das gemeinsame Gedenken. Viele der Opfer, darunter Can Leyla und Guiliano Kollmann, hatten selbst leidenschaftlich gern Fußball gespielt.

Hasan Leyla stellt seit Langem die ursprüngliche Darstellung infrage, der zufolge der Attentäter als Einzeltäter in einem Wahnsinnsanfall gehandelt habe. Er setzt sich weiterhin für die Anerkennung der politischen Motive hinter der Tat ein. Nun wirbt er für eine würdige Gedenkveranstaltung zum zehnten Jahrestag 2026.

Das Turnier sollte auch der zunehmend verblassenden öffentlichen Erinnerung an die Tragödie entgegenwirken. Durch die Zusammenkunft unterschiedlicher Gruppen wollten die Organisatoren die Deutungshoheit zurückgewinnen und sicherstellen, dass die Opfer nicht in Vergessenheit geraten.

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Die Veranstaltung markierte einen weiteren Schritt im anhaltenden Bemühen, der Toten von 2016 zu gedenken. Hasan Leylas Kampf um Anerkennung geht weiter – die Vorbereitungen für den Jahrestag 2026 laufen bereits. Das Turnier unterstrich den Appell an eine engagiertere und präzisere Auseinandersetzung mit dem Anschlag.

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