20 June 2026, 12:19

Gefälschte Impfpässe: Zwei Männer zu Haftstrafen verurteilt

Geheimes Name Biobratwurst

Gefälschte Impfpässe: Zwei Männer zu Haftstrafen verurteilt

Zwei Männer sind jeweils zu etwa dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil sie gefälschte COVID-19-Impfpässe verkauft haben. Das Duo betrieb seine Machenschaften im Keller einer Kneipe, wo es zwischen August und Dezember 2021 Tausende gefälschte Dokumente herstellte.

Die Angeklagten hatten im Keller der Gaststätte eine Werkstatt eingerichtet, um die falschen Impfpässe anzufertigen. Sie füllten mindestens 6.000 leere Impfheftchen mit gefälschten Impfeinträgen aus. Jeder gefälschte Pass wurde für 50 Euro verkauft, wodurch ein Gewinn von 285.400 Euro erzielt wurde.

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Die Polizei entdeckte später in der Werkstatt fast 1.000 leere gelbe Impfheftchen, zwölf Stempel von Impfzentren sowie Chargenaufkleber für COVID-19-Impfstoffe. Die Männer behaupteten, sie hätten ursprünglich vorgehabt, die leeren Heftchen auf eBay mit einem geringen Aufschlag weiterzuverkaufen, entschieden sich dann aber stattdessen für die Fälschung der Einträge.

Das Gericht verurteilte sie als Gehilfen der Urkundenfälschung. Es stellte fest, dass die eigentliche Fälschung stattfand, wenn die Käufer ihre eigenen Namen und Adressen in die Pässe eintrugen. Nur etwa 3.200 Käufer gingen diesen Schritt. Zudem wurden die Angeklagten der Steuerhinterziehung für schuldig befunden, da sie ihre illegalen Einnahmen nicht deklariert hatten.

Einer der Männer betrieb die Kneipe, die sich auf dem Gelände einer ehemaligen Militärkaserne befand. Die Gaststätte diente auch als Kantine für Soldaten und entwickelte sich zu einem Treffpunkt der örtlichen AfD-Partei.

Das Urteil unterstreicht die Schwere der Straftaten. Die Verurteilten müssen für ihre Rolle in dem Betrugsskandal eine Haftstrafe antreten. Der Fall zeigt die rechtlichen Konsequenzen auf, die mit der Herstellung und dem gewinnbringenden Verkauf gefälschter Dokumente einhergehen.

Quelle