29 June 2026, 12:40

Gipsabbau bei Würzburg: Regierung gibt Knauf-Pläne unter strengen Auflagen frei

Hürde auf dem Weg zu neuem Gipsbergwerk genommen

Gipsabbau bei Würzburg: Regierung gibt Knauf-Pläne unter strengen Auflagen frei

Die Regierung Unterfrankens hat die Pläne des Konzerns Knauf zum Gipsabbau in der Nähe von Würzburg geprüft. Ihr Fazit: Das Vorhaben berge keine unkontrollierbaren Risiken – vorausgesetzt, es werden strenge Auflagen eingehalten. Die Region ist von zentraler Bedeutung für die Trinkwasserversorgung der Gegend.

Knauf plant, über einen Zeitraum von 50 Jahren jährlich eine Million Tonnen Gips im Untertagebau zu fördern. Die behördliche Prüfung umfasste die Stellungnahmen von 79 öffentlichen Institutionen und berücksichtigte mehr als 4.300 Einwände aus der Bevölkerung. Zudem sammelte eine Online-Petition gegen das Projekt über 5.600 Unterschriften.

Laut Bewertung bleibt zwar ein Restrisiko bestehen, dieses sei jedoch beherrschbar. Sollte der Grundwasserspiegel sinken, müsste der Abbau sofort eingestellt werden. Knauf begrüßte das Ergebnis und sprach von einer weiteren fachlichen Bestätigung für das Vorhaben.

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Die Grünen kritisierten die Einschätzung scharf. Die Gefährdung des Trinkwassers werde ihrer Ansicht nach unterschätzt. Die endgültige Entscheidung über die Genehmigung liegt nun beim Bergamt Nordbayern, das bis Jahresende ein Urteil erwarten lässt.

Die Zukunft des Projekts hängt davon ab, ob die von der Regierung festgelegten strengen Bedingungen erfüllt werden. Bei einer Genehmigung würde Knauf die Gipsförderung in großem Stil unter strenger Aufsicht aufnehmen. Das Ergebnis wird die Trinkwassersicherheit Würzburgs und die regionale Wirtschaft über Jahrzehnte prägen.

Quelle