Gorleben: Atomlager bleibt weitere 20 Jahre trotz Endlager-Suche offen
Anton BlochGorleben: Atomlager bleibt weitere 20 Jahre trotz Endlager-Suche offen
Atomanlage Gorleben: Zwischenlager für Atommüll bleibt weitere 20 Jahre in Betrieb
Das deutsche Zwischenlager für hochradioaktiven Abfall in Gorleben wird seine Tätigkeit um weitere 20 Jahre über die aktuelle Genehmigung hinaus fortsetzen. Derzeit lagern dort 113 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Müll. Die Entscheidung fällt in eine Phase anhaltender Verzögerungen bei der Suche nach einem Endlager.
Zwischen 1995 und 2011 wurden die Behälter in 13 Transporten angeliefert – jeder dieser Transporte löste massiven Protest von Anwohnerinnen, Anwohnern sowie Umweltschutzgruppen aus. Die bestehende Genehmigung, die vor 40 Jahren erteilt wurde, läuft 2034 aus.
Die Verlängerung begründet der Betreiber BGZ mit Sicherheitsaspekten. Auch während der verlängerten Laufzeit sollen regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen stattfinden. Die Zustimmung für die Verlängerung wird vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung erteilt.
Umweltaktivisten stehen der Entscheidung weiterhin kritisch gegenüber. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüneburg-Dannenberg warnt vor möglichen langfristigen strukturellen Risiken der Anlage. Zudem soll die Verlängerung dazu beitragen, das Fachwissen und die Expertise der mit der Lagerung betrauten Mitarbeiter zu erhalten.
Hintergrund der Genehmigungsverlängerung sind die anhaltenden Verzögerungen bei der Suche nach einem Endlager für den Atommüll. Gorleben bleibt damit vorerst bis mindestens 2054 in Betrieb. Die Entscheidung sichert die weitere Überwachung und technische Bereitschaft für die eingelagerten Abfälle.
