Grevenbroichs Bürgermeister fordert Deckel für steigende Kreisumlage
Raphaela HermighausenGrevenbroichs Bürgermeister fordert Deckel für steigende Kreisumlage
Grevenbroichs Bürgermeister Klaus Krützen fordert mehr finanzielle Unterstützung vom Rhein-Kreis Neuss, um die wachsende Belastung der kommunalen Haushalte zu verringern. Die steigende Kreisumlage – eine jährliche Pflichtabgabe der Städte und Gemeinden an den Kreis – setzt die städtischen Finanzen zunehmend unter Druck und lässt weniger Spielraum für essentielle Leistungen wie Schulen, Straßen und soziale Programme.
Jährlich müssen die Kommunen im Rhein-Kreis Neuss die Kreisumlage entrichten, einen festen Beitrag zur Finanzierung regionaler Aufgaben. Doch da dieser Betrag kontinuierlich steigt, fällt es den Städten und Gemeinden immer schwerer, ihre Haushalte auszugleichen. In Grevenbroich werden die prognostizierten Gewerbesteuereinnahmen für 2026 voraussichtlich nicht mehr ausreichen, um die volle Summe zu decken – die finanzielle Schere geht weiter auseinander.
Bürgermeister Krützen betont, dass eine starke kommunale Selbstverwaltung entscheidend sei für Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und Demokratie. Doch die immer höhere Kreisumlage zwinge zu Kürzungen bei Zukunftsprojekten und sozialen Leistungen. Er unterstützt daher Forderungen kommunaler Spitzenverbände nach einem verbindlichen Sparziel im Kreishaushalt.
Krützen schlägt eine verbindliche Zwei-Prozent-Sparregel vor, den sogenannten Globalen Minderaufwand, um die finanzielle Belastung der Kommunen zu begrenzen. Dies sei ein fairer, solidarischer Schritt, um die Zukunft der Städte und Gemeinden im Kreis zu sichern.
Die Kreisumlage entzieht den Kommunen weiterhin Mittel für dringende Vorhaben – von Kitas über Vereinsförderung bis hin zur Infrastruktur. Sollte der Rhein-Kreis Neuss das Sparziel umsetzen, könnten die Städte und Gemeinden Entlastung erfahren. Ohne Gegenmaßnahmen jedoch wird der Druck auf die kommunalen Haushalte weiter zunehmen.






