Güterverkehrschaos bei der Bahn lässt Industriezweige in die Krise rutschen
Anton BlochGüterverkehrschaos bei der Bahn lässt Industriezweige in die Krise rutschen
Wichtige deutsche Industriezweige erleiden durch die anhaltenden Güterverkehrsverzögerungen im Netz der Deutschen Bahn schwere Verluste. Die Probleme zwingen große Unternehmen, die Produktion zu drosseln und ihre Logistik neu zu überdenken.
Besonders hart trifft es die Stahlbranche. Fast die Hälfte ihrer Lieferungen ist auf die Schiene angewiesen, und Konzerne wie Salzgitter und ArcelorMittal haben ihre Produktion bereits gedrosselt. Auch die Automobilhersteller kämpfen mit der reduzierten Transportkapazität auf der Schiene und weichen vermehrt auf den Straßenverkehr aus.
Ähnliche Schwierigkeiten plagen die chemische Industrie. Verspätete Rohstofflieferungen und begrenzte Lagerkapazitäten bringen die Produktion durcheinander. Als Reaktion fordert der Verband der Chemischen Industrie (VCI) die Deutsche Bahn auf, Güterzügen auf Ausweichstrecken Vorrang zu gewähren.
Die Zugverzögerungen haben betroffene Branchen bereits Milliarden gekostet. Ohne Verbesserungen drohen weitere Produktionskürzungen und logistische Engpässe. Die Unternehmen passen sich weiterhin an, während sich die Lage entwickelt.
