Hanau startet neue Arbeitsmarktstrategie für mehr Jobs und Wachstum bis 2026
Laila BienHanau startet neue Arbeitsmarktstrategie für mehr Jobs und Wachstum bis 2026
Hanau führt neue Arbeitsmarktstrategie ein, um Beschäftigung und Wirtschaftswachstum zu fördern
Hanau setzt eine neue Arbeitsmarktstrategie um, die Beschäftigung steigern und die wirtschaftliche Entwicklung stärken soll. Im Mittelpunkt des Plans stehen die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Verbesserung von Qualifikationen durch Bildung sowie die Unterstützung aller Bürgerinnen und Bürger beim Zugang zu Arbeit. Zentrale Änderungen treten bis 2026 in Kraft – darunter die Übernahme der direkten Verantwortung für die Grundsicherung von Arbeitssuchenden durch die Stadt.
Das Konzept basiert auf drei Säulen: einer besseren Vernetzung von Arbeitgebern und Arbeitssuchenden, der Weiterqualifizierung durch gezielte Schulungen sowie einem erleichterten Zugang zu Jobs für alle Bürger. Lokale Organisationen spielen dabei eine zentrale Rolle. Das Jobcenter Hanau etwa unterstützt Unternehmen bei der Personalgewinnung, organisiert Ausbildungsprogramme und sichert Fördermittel für Neueinstellungen.
Auch die Hanauer Infrastruktur Service GmbH leistet einen Beitrag, indem sie Arbeitsgelegenheiten in öffentlichen Bereichen wie Abfallwirtschaft und Straßeninstandhaltung anbietet. Diese Praktika sollen praktische Berufserfahrung vermitteln und gleichzeitig Lücken in wichtigen Dienstleistungen schließen. Parallel wird das Projekt "Gemeinschaftliche Arbeitsgelegenheiten" in der Sportfeld-Anlage ausgeweitet, um auch Bezieher von Bürgergeld einzubinden und strukturierte Arbeitserfahrung zu ermöglichen.
Für Menschen mit besonderen Hürden arbeitet die Stadt mit lokalen Partnern zusammen, um Langzeitarbeitslose, junge Menschen ohne Abschluss sowie Geflüchtete mit unklaren Berufsbiografien zu unterstützen. Die Martin-Luther-Stiftung Hanau bietet niedrigschwellige Einstiegsmöglichkeiten in Berufe – insbesondere im Pflegebereich. Zudem kommen "Ein-Euro-Jobs" und ähnliche Maßnahmen zum Einsatz, um die Beschäftigungsfähigkeit zu erhöhen und die gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.
Ab dem 1. Januar 2026 übernimmt Hanau selbst die Verwaltung der Grundsicherung für Arbeitssuchende – eine Aufgabe, die bisher Bundesbehörden wahrnahmen. Ziel der Strategie ist es, die Arbeitslosigkeit zu senken, benachteiligte Gruppen zu integrieren und die lokale Wirtschaft zu stärken. Der Erfolg hängt dabei von der weiteren Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Arbeitgebern und Bildungsträgern ab.






