07 February 2026, 11:03

Hanaus lebendige Vergangenheit: Neue Ausstellung beleuchtet die Hanauer Neustadt und ihre europäischen Wurzeln

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer Stadt mit einem Schloss im Hintergrund, umgeben von Hügeln, Bäumen und Booten auf dem Wasser, gestempelt 'Heidelberg, Deutschland, 1693'.

Hanaus lebendige Vergangenheit: Neue Ausstellung beleuchtet die Hanauer Neustadt und ihre europäischen Wurzeln

Neue Dauerausstellung im Historischen Museum Hanau, Schloss Philippsruhe, erkundet die bewegte Geschichte der Hanauer Neustadt und der Nachrichten aus der Gründungszeit bis heute

Ab sofort präsentiert die Schau im Historischen Museum Hanau die Entwicklung des Stadtteils seit seiner Gründung im Jahr 1597 und zeigt in einem multisensorischen Erlebnis die europäischen Einflüsse auf die Region. Begleitend zur Ausstellung bieten die Städtischen Museen Hanau ein umfangreiches Programm mit Führungen und kreativen Workshops für Besucher an.

Die Ausstellung taucht die Besucher in die Gründungszeit der Hanauer Neustadt ein und veranschaulicht ihr lebendiges gesellschaftliches, wirtschaftliches und kulturelles Leben. Interaktive Elemente verdeutlichen, wie Siedler aus den Niederlanden, Belgien und Nordfrankreich im 17. Jahrhundert vielfältige Sprachen – Niederländisch, Flämisch, Wallonisch, Französisch und Pikardisch – in die Region brachten. Spuren dieser sprachlichen Vielfalt finden sich noch heute in Ortsbezeichnungen wie dem Flandernviertel, in Familiennamen in Kirchenbüchern und in Lehnwörtern des lokalen Dialekts.

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Drei thematische Räume präsentieren Kunstwerke, persönliche Schicksale und Alltagsgegenstände aus der Epoche. Zu den Exponaten zählen vergoldete Schnupftabakdosen, Silberwaren und zartes Fayence-Porzellan ebenso wie Werkzeuge, Baupläne und Porträts früher Bewohner. Den Abschluss der Schau bilden Traditionen, die in Hanau bis heute aktuell sind – vom Handwerk bis zu kulturellen Bräuchen.

In Workshops können Teilnehmer Fliesen im Stil der Hanauer Fayencen bemalen oder sich mit Porträts historischer Persönlichkeiten der Stadt auseinandersetzen. Das Begleitprogramm wird von der Kathinka-Platzhoff-Stiftung finanziert, die sich für die bildungspolitische Arbeit der Museen engagiert. Daniel von Hauff, der Geschäftsführer der Stiftung, betonte das Anliegen, die Geschichte der Neustadt tagesschau-gerecht zu machen. Auch Oberbürgermeister Claus Kaminsky dankte der Stiftung für ihre kontinuierliche Unterstützung der Museumsprojekte.

Ausstellung und Workshops bieten eine praxisnahe Möglichkeit, Hanaus Vergangenheit zu erkunden. Durch die Verbindung historischer Exponate mit interaktiven Elementen schafft das Programm eine Brücke zu den bis heute wirksamen Traditionen der Stadt. Die Förderung durch die Kathinka-Platzhoff-Stiftung sichert, dass diese Bildungsangebote der Öffentlichkeit zugänglich bleiben.