04 April 2026, 12:27

Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für sein Lebenswerk als Demokratie-Vorkämpfer

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße in Berlin mit einem pinken Banner, auf dem "Happy Pride March" steht, mit Gebäuden, Laternenmasten und Verkehrszeichen an der Straße unter einem bewölkten Himmel.

Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für sein Lebenswerk als Demokratie-Vorkämpfer

Herbert Grönemeyer erhält im April 2026 den Nationalpreis der Deutschen – kurz vor seinem 70. Geburtstag. Die Auszeichnung würdigt sein lebenslanges Engagement für die Demokratie und seinen nachhaltigen Einfluss auf die deutsche Kultur. Als Musiker und Aktivist ist er zu einer prägenden Stimme gegen Rechtsextremismus und für soziale Gerechtigkeit geworden.

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Die Deutsche Nationalstiftung, 1993 gegründet, verleiht den Preis jährlich an Persönlichkeiten, die sich für Einheit, Toleranz und internationales Verständnis einsetzen. Im vergangenen Jahr wurden die BioNTech-Gründer Özlem Türeci und Uğur Şahin ausgezeichnet; Bundeskanzler Friedrich Merz überreichte die Ehrung.

Grönemeyer hat sich wiederholt gegen politischen Extremismus positioniert. 2024 warnte er, die deutsche Demokratie stehe unter "heftigem Beschuss", und verglich die Lage mit "fünf Minuten vor zwölf". Er rief die Wähler dazu auf, einen "Brandschutz gegen die extreme Rechte" zu errichten, und lobte investigativen Journalismus – darunter einen Bericht von Correctiv.

Seine öffentlichen Äußerungen richten sich häufig gegen rechtsextreme Strömungen. Bei einem Konzert in Dortmund bezeichnete er Andersdenkende als "rechte Ratten" und betonte die Notwendigkeit einer "stabilen, bürgerlichen Gemeinschaft". Darüber hinaus setzt er sich für queere Rechte, feministische Politik und geschlechtergerechte Sprache ein und argumentiert, dass der Schutz der Wahlrechte marginalisierter Gruppen unverzichtbar sei.

Die Entscheidung der Stiftung unterstreicht Grönemeyers Rolle als kulturelle und politische Leitfigur. Seine jahrzehntelange Arbeit – durch Musik, Reden und öffentliche Kampagnen – hat die Debatten über Demokratie und Gleichberechtigung in Deutschland geprägt.

Der Preis ehrt nicht nur seine künstlerischen Leistungen, sondern auch seinen kompromisslosen Einsatz für demokratische Werte. Seine Forderungen nach einer offenen, freien Gesellschaft finden breite Resonanz und festigen seinen Einfluss weit über die Musik hinaus. Die Verleihung erfolgt im April 2026, wenn Grönemeyer kurz vor seinem 70. Geburtstag steht.

Quelle