Hessen glänzt mit vorbildlicher Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund
Frieder LachmannHessen glänzt mit vorbildlicher Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund
Hessen wird für seine Bemühungen im Bildungsbereich gewürdigt – insbesondere für die Förderung junger Lernender mit Sprachbarrieren. Das Bundesland bietet verpflichtende Deutschkurse für Vorschulkinder an, ein Programm, das in einem aktuellen Zweijahresbericht nun als besonders erfolgreich gelobt wird.
Seit dem Schuljahr 2021/2022 schreibt Hessen eine systematische Deutschförderung für Kinder vor dem Schuleintritt vor. Diese Kurse, die ein Jahr vor der Einschulung stattfinden, richten sich derzeit an rund 17.000 Kinder mit Sprachdefiziten. Das Programm gilt als „höchst wirksam“ zur Verbesserung der Sprachkompetenz.
Mehr als die Hälfte der unter 18-Jährigen in Hessen hat einen Migrationshintergrund, dennoch weist das Bundesland eine niedrige Schulabbrecherquote auf. Im Schuljahr 2024/2025 verließen nur 6,3 Prozent der Jugendlichen die Schule ohne Hauptschulabschluss. Zudem schneidet Hessen beim bundesweiten Vergleich besser ab, wenn es darum geht, ausländischen Schülern an Berufsschulen den Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung zu ermöglichen.
Auch der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg ist in Hessen schwächer ausgeprägt als in den meisten anderen Bundesländern. Dies deutet darauf hin, dass die frühen Sprachfördermaßnahmen zu mehr Chancengerechtigkeit beitragen könnten.
Der aktuelle Bildungsbericht hebt Hessens vorbildlichen Ansatz bei der vorschoolischen Sprachförderung hervor. Der Erfolg des Programms zeigt sich in besseren Bildungschancen für Kinder mit Migrationshintergrund und einer sinkenden Abbrecherquote. Diese Maßnahmen scheinen die Bildungsgerechtigkeit im gesamten Bundesland zu stärken.






