Hessen will Straßenbau mit Digitalisierung und Recycling revolutionieren
Anton BlochWie der Straßenbau in Hessen mehr Schwung gewinnen könnte - Hessen will Straßenbau mit Digitalisierung und Recycling revolutionieren
Eine Fachkommission in Wiesbaden hat neue Vorschläge vorgelegt, um die Effizienz im hessischen Straßenbau zu steigern. Die Ideen zielen darauf ab, die Planung zu modernisieren, Kosten zu senken und Projekte zu beschleunigen. An den Gesprächen beteiligten sich Vertreter aus Wirtschaft, Gewerkschaften und der Landesregierung.
Die Kommission "Innovation im Straßenbau" brachte Expertinnen und Experten zusammen, um Wege für einen schnelleren und nachhaltigeren Straßenbau zu erarbeiten. Schwerpunkte lagen auf digitalen Werkzeugen, vereinfachten Vergabeverfahren und einer besseren Nutzung von Recyclingmaterialien.
Burkhard Siebert, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbands Hessen-Thüringen, setzte sich für einen flächendeckenden Einsatz von Building Information Modeling (BIM) ein. Zwar hat noch kein Bundesland BIM vollständig in die Straßenplanung integriert, doch Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg wenden es bereits in Infrastrukturprojekten an. Dort führte dies zu kürzeren Bauzeiten, besserer Übersicht und höherer Nachhaltigkeit.
Sylvia Hipfl-Träger, Leiterin der Zentralen Dienste bei Hessen Mobil, kündigte Pläne an, die Vergabeunterlagen zu vereinfachen. Der Wechsel zu funktionalen Ausschreibungen soll mehr Flexibilität bei der Vergabe von Aufträgen ermöglichen. Daniel Imhäuser, Geschäftsführer eines Baustoffrecycling-Unternehmens, betonte unterdessen die Notwendigkeit, mehr Materialien direkt auf den Baustellen wiederzuverwenden.
Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) unterstrich die volkswirtschaftliche Bedeutung gut instand gehaltener Straßen. Er argumentierte, dass die Modernisierung der hessischen Infrastruktur Unternehmen unterstütze und die Wettbewerbsfähigkeit der Region stärke.
Die Empfehlungen der Kommission konzentrieren sich auf digitale Planung, schlankere Verträge und mehr Recycling. Werden die Vorschläge umgesetzt, könnten sich Verzögerungen verringern und die Kosten im hessischen Straßenbau sinken. Die nächsten Schritte hängen davon ab, wie zügig die Pläne in die Tat umgesetzt werden.






