IKEA setzt auf Mini-Filialen – und verändert den Möbelhandel radikal
IKEA revolutioniert seine Einzelhandelsstrategie mit einem Wechsel zu kleineren Filialen. Das neue Konzept setzt auf kompakte Ausstellungsräume und Beratungszentren, während die meisten Produkte online bestellt und geliefert werden. Der erste dieser Läden hat bereits in Ingolstadt, Bayern, seine Türen geöffnet.
Die neue IKEA-Filiale in Ingolstadt markiert den Beginn dieser Umstellung. Mit rund 2.950 Quadratmetern ist sie deutlich kleiner als die klassischen Möbelhäuser, die im Schnitt 35.000 Quadratmeter umfassen. Die kompakteren Läden werden etwa 2.650 sofort mitnehmbare Artikel und 1.000 Ausstellungsstücke führen, die bestellbar sind.
Traditionelle IKEA-Einrichtungshäuser bieten mindestens 10.000 Produkte an, doch das kleinere Format zielt darauf ab, Kunden auf andere Weise zu bedienen. Online-Verkäufe machen bereits fast 1,5 Milliarden Euro des IKEA-Umsatzes in Deutschland aus – das entspricht etwa einem Viertel des Gesamtumsatzes. Mit der neuen Strategie kann das Unternehmen auch in Gebiete expandieren, in denen große Filialen wirtschaftlich nicht tragbar wären.
Peter Jelkeby, Deutschland-Chef von IKEA, bestätigte, dass das Unternehmen künftig vor allem auf dieses kleinere Format setzen wird. Der erste Plan sieht vor, weltweit 20 dieser Läden zu eröffnen, mit weiteren in Aussicht.
Die kleineren Filialen dienen als Schauräume und Beratungsstellen mit stärkerem Fokus auf Online-Bestellungen. Diese Strategie hilft IKEA, sich an den schwächelnden Möbelmarkt anzupassen und neue Standorte zu erschließen. Der erste Laden ist bereits in Betrieb, weitere Eröffnung sind in ganz Deutschland und darüber hinaus geplant.
