26 June 2026, 08:20

Janine Wolter soll Neuköllns Bezirksbürgermeisterin werden – doch Kontroversen belasten ihren Start

Hikel äußert Missbilligung über SPD-Kreistagsabgeordneter

Janine Wolter soll Neuköllns Bezirksbürgermeisterin werden – doch Kontroversen belasten ihren Start

Janine Wolter soll Martin Hikel als Leiterin des Bezirksamts Neukölln ablösen. Die SPD schlug sie als seine Nachfolgerin vor, und ihre Kandidatur wurde später auf einem Parteitag bestätigt. Ihr Weg in das Amt war jedoch nicht ohne Kontroversen.

Im November 2025 kündigte Martin Hikel an, nicht erneut für das Amt des Neuköllner Bezirksbürgermeisters zu kandidieren. Als Grund für seinen Rückzug nannte er mangelnde Rückendeckung in der eigenen Partei. Die Neuköllner SPD brachte daraufhin Janine Wolter, die Bezirksstadträtin für Bildung, als ihre Wunschkandidatin ins Spiel.

Die CDU-Fraktion Neukölln äußerte später Bedenken hinsichtlich Wolters Aktivitäten in sozialen Medien. Sie reichte eine offizielle Anfrage ein, woraufhin ihre Instagram-Posts nach dienstrechtlichen Vorschriften überprüft wurden. Hikel erteilte ihr daraufhin einen offiziellen Verweis. Er kritisierte, ihr fehle es in Beiträgen zum Nahostkonflikt – darunter einer über die Abfangaktion der israelischen Marine gegen die Global Sumud Flotilla – an Zurückhaltung und Neutralität.

Wolter hatte Inhalte eines politischen Influencers geliked oder geteilt, der für einseitige Israel-Kritik bekannt ist. Sie räumte den fraglichen Beitrag ein, betonte jedoch, solche Inhalte künftig nicht mehr zu verbreiten. Gleichzeitig bekräftigte sie ihr Engagement für die Menschenrechte in Israel und Palästina.

Trotz des Verweises bleibt Wolter die SPD-Kandidatin für die Leitung des Bezirksamts. Die Rüge zeigt, wie stark ihre öffentlichen Äußerungen unter die Lupe genommen wurden. Ob ihre Kandidatur erfolgreich sein wird, hängt nun von der weiteren politischen Reaktion auf diese Vorfälle ab.

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