07 May 2026, 06:23

Jungheinrich reagiert auf Gewinnrückgang mit überraschendem Führungswechsel

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Jungheinrich reagiert auf Gewinnrückgang mit überraschendem Führungswechsel

Jungheinrich kündigt Führungswechsel nach starkem Gewinnrückgang an

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Der Staplerhersteller Jungheinrich hat nach einem deutlichen Einbruch der Erträge einen Wechsel in der Unternehmensführung bekannt gegeben. Finanzvorständin Heike Wulff verlässt das Unternehmen früher als geplant. Vorstandsvorsitzender Lars Brzoska übernimmt vorläufig die Verantwortung für den Finanzbereich, während nach einer Nachfolge gesucht wird.

Die Entscheidung folgt auf ein schwieriges Quartal für den Industriekonzern, in dem die Gewinne im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte eingebrochen sind.

Heike Wulff war Anfang 2026 als CFO zu Jungheinrich gestoßen, ihr ursprünglich bis Mai 2027 laufender Vertrag wird nun nicht verlängert – ihre Amtszeit endet damit vorzeitig. Ihr Abschied fällt in eine Phase wachsender Herausforderungen für das Unternehmen, darunter ein verschärfter Wettbewerb und ein kürzlich beendeter Streik am Produktionsstandort Lüneburg.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im ersten Quartal um 50 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die finanzielle Belastung hat auch das Vertrauen der Anleger erschüttert: Seit Ende 2025 hat sich der Börsenwert des Unternehmens um fast 30 Prozent verringert. Die aktuelle Marktkapitalisierung beträgt etwa 2,6 Milliarden Euro.

Brzoska wird den Finanzbereich kommissarisch leiten, bis eine dauerhafte Lösung gefunden ist. Die Eigentümerstruktur des Unternehmens bleibt unverändert: 54 Millionen stimmberechtigte Stammaktien – das entspricht 53 Prozent des Gesamtkapitals – halten zu gleichen Teilen die Familien der beiden Töchter des Firmengründers. Die verbleibenden 45 Millionen stimmrechtslosen Vorzugsaktien werden im MDAX gehandelt.

Jungheinrich steht nun vor der Aufgabe, die finanzielle Performance zu stabilisieren und gleichzeitig eine neue Finanzchefin oder einen neuen Finanzchef zu finden. Der Führungswechsel erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt, in dem die Erträge unter Druck stehen und der Börsenwert sinkt. Brzoskas interimistische Übernahme soll die Kontinuität sichern, während das Unternehmen die anhaltenden Herausforderungen bewältigt.

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