Kölner Oper feiert Comeback nach 15 Jahren mit neuem künstlerischen Konzept
Frieder LachmannKölner Oper feiert Comeback nach 15 Jahren mit neuem künstlerischen Konzept
Die Kölner Oper kehrt nach 15 Jahren Sanierung an ihren historischen Standort am Offenbachplatz zurück. Die aufwendigen Renovierungsarbeiten kosteten rund 1,5 Milliarden Euro. Nun ist das Haus bereit, mit Beginn der neuen Spielzeit wieder Publikum zu empfangen.
Für Generaldirektor Hein Mulders markiert die Wiedereröffnung einen entscheidenden Moment. Doch die Zukunft der Oper sichere man nicht allein mit wirtschaftlichen Argumenten, warnt er. Genauso wichtig seien emotionale Bindung und die Einbindung des Publikums.
Mulders hat drei zentrale Schwerpunkte für die künstlerische Ausrichtung definiert: Ein vielfältiges Repertoire soll barocke Werke, Uraufführungen und große Klassiker vereinen. Internationale Kooperationen mit Häusern in Venedig, Madrid und Brüssel sollen das hohe künstlerische Niveau sichern. Unverhandelbar bleibt dabei die künstlerische Spitzenleistung in jeder Aufführung.
Ein weiterer Fokus unter seiner Leitung liegt auf der Bildungsarbeit. Schulen zeigen großes Interesse an den Opernprogrammen – besonders vor dem Hintergrund rückläufiger musikalischer Bildung an den Schulen. Mulders ist entschlossen, dass jede Vorstellung weltweitem Anspruch gerecht wird.
Mit der neuen Spielzeit nimmt das Opernhaus den regulären Spielbetrieb wieder auf. Mulders ist überzeugt: Nur als lebendiger Teil der Stadtidentität kann es langfristig gedeihen. Die wahre Bewährungsprobe wird jedoch der nachhaltige Betrieb im Alltag sein.






