Kostenlose Filmvorführung zu Hanau: "Das deutsche Volk" in Neuwied zeigt Folgen des Rassismus
Laila BienKostenlose Filmvorführung zu Hanau: "Das deutsche Volk" in Neuwied zeigt Folgen des Rassismus
Kostenlose Vorführung des Dokumentarfilms "Das deutsche Volk" am Freitag, 20. März, um 19:00 Uhr in Neuwied
Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus findet in Neuwied eine öffentliche Vorführung des Dokumentarfilms "Das deutsche Volk" statt. Der Film setzt sich mit den Folgen des rassistischen Anschlags von Hanau 2020 auseinander und zeigt, wie die Tat das Leben der Angehörigen, der Stadt und der gesamten Gesellschaft bis heute prägt.
Die Dokumentation begleitet Überlebende und Hinterbliebene über vier Jahre hinweg – auf ihrem Weg durch Trauer, im Kampf um Gerechtigkeit und im Ringen um Anerkennung. Die Veranstalter laden insbesondere junge Menschen und alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, die Vorführung zu besuchen und sich im Anschluss an eine Diskussion zu beteiligen.
Hintergrund: Der Anschlag von Hanau und seine Folgen Am 19. Februar 2020 wurden in Hanau neun junge Menschen bei einem rassistisch motivierten Attentat ermordet. Regisseur Marcin Wierzchowski untersucht in "Das deutsche Volk" die Tragödie und ihre langfristigen Auswirkungen. Im Mittelpunkt stehen die Familien, die nach Wahrheit und Gerechtigkeit suchen, während der Film zugleich die Reaktionen von Staat und Gesellschaft kritisch hinterfragt.
Seit dem Anschlag hat das öffentliche Bewusstsein für rassistische Gewalt in Deutschland zugenommen. Gedenkveranstaltungen wie die Jahrestagsfeier am 21. Februar 2026 in Berlin-Kreuzberg halten die Erinnerung wach. Dennoch zeigen Studien einen Anstieg rassistischer Einstellungen, alltäglicher Diskriminierung und rechtsextremer Mobilisierung. Während rechtsextreme Netzwerke zunehmend die Migrationsdebatte prägen, betonen zivilgesellschaftliche Initiativen die Bedeutung des Erinnerns als demokratische Abwehr gegen Ausgrenzung.
Veranstaltungsdetails Die Vorführung findet im Big House (Museumstraße 4a) statt, veranstaltet vom Jugendzentrum Big House in Kooperation mit dem Pastoralen Netzwerk Neuwied und den Schulsozialdiensten Neuwied. Im Anschluss an den Film moderiert Christopher Hoffmann eine Diskussion, in der das Publikum eigene Gedanken und Fragen einbringen kann.
Ziel der Veranstaltung Die Vorführung und das Gespräch sollen den Dialog über Rassismus und seine Auswirkungen auf die Gesellschaft fördern. Angesichts aktueller Debatten zu Prävention, Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung hoffen die Organisatoren, mit dem Film einen Beitrag gegen Ausgrenzung und Diskriminierung zu leisten.






