Lada Deutschland schließt endgültig – das Ende einer Ära russischer Autos
Raphaela HermighausenLada Deutschland schließt endgültig – das Ende einer Ära russischer Autos
Lada Deutschland GmbH stellt endgültig den Betrieb ein
Die Lada Deutschland GmbH, einst ein wichtiger Akteur für den Verkauf russischer Autos in Deutschland, hat ihre Pforten für immer geschlossen. Das Unternehmen kämpfte jahrelang mit sinkenden Absatzzahlen und regulatorischen Hürden, bevor es schließlich unter dem finanziellen Druck zusammenbrach.
Die Probleme begannen 2019, als der russische Hersteller AvtoVAZ die Lieferung von Lada-Fahrzeugen in die EU einstellte. Die Modelle erfüllten nicht die verschärften Abgasnormen der Stufe Euro 6d-TEMP, und eine Nachrüstung der Motoren erwies sich als zu kostspielig. Lada Deutschland versuchte, sich mit dem Verkauf des Geländewagens Niva über Wasser zu halten, doch die Verkäufe sanken auf nur noch wenige Dutzend Fahrzeuge pro Jahr.
In seinen besseren Zeiten hatte das Unternehmen in den 1990er-Jahren sogar Kia den Einstieg in den deutschen Markt ermöglicht. Doch bis 2022 kamen weder Fahrzeuge noch Ersatzteile aus Russland mehr an. Sanktionen und logistische Probleme rissen die Lieferketten ab – Lada Deutschland blieb ohne Ware zum Verkaufen zurück.
In einem letzten Überlebensversuch setzte das Unternehmen auf chinesische Marken wie JAC Motors und Dayun. Doch auch dieser Schritt scheiterte. Ohne Alternativen blieb nur noch der Gang in die Insolvenz.
Mit der Schließung endet die offizielle Präsenz von Lada in Deutschland. Die Marke, die einst auf deutschen Straßen ein vertrautes Bild war, wird dort künftig weder verkauft noch unterstützt. Die letzten Schritte des Insolvenzverfahrens laufen nun an.






