Lehrergehälter: Bis zu 8.700 Euro Unterschied zwischen den Bundesländern
Anton BlochLehrergehälter: Bis zu 8.700 Euro Unterschied zwischen den Bundesländern
Lehrergehälter in Deutschland variieren stark – je nach Bundesland, Berufserfahrung und Beschäftigungsstatus
Eine neue Analyse zeigt, dass die Unterschiede zwischen den best- und am schlechtesten zahlenden Bundesländern bis zu 8.700 Euro pro Jahr betragen können. Entscheidend für das Einkommen sind dabei nicht nur die Region, sondern auch der Beamtenstatus und die Besoldungsstufe.
Grundschullehrer:innen starten in Deutschland mit einem monatlichen Bruttoeinkommen zwischen 3.400 und 3.900 Euro. Allein der Unterschied zwischen den Besoldungsstufen A12 und A13 kann 400 bis 500 Euro im Monat ausmachen. Über das Jahr gerechnet beträgt die Lücke zwischen den Spitzen- und Schlusslichtern der Bundesländer etwa 725 Euro monatlich.
Da die Bildungspolitik Ländersache ist, gibt es erhebliche regionale Unterschiede. Mecklenburg-Vorpommern zahlt mit durchschnittlich 47.400 Euro pro Jahr am wenigsten, gefolgt von Thüringen (48.400 Euro) und Sachsen-Anhalt (49.200 Euro). Spitzenreiter wird 2026 Schleswig-Holstein mit einem Durchschnittsgehalt von 56.000 Euro und einem Höchstwert von 89.700 Euro.
Auch Hamburg (54.200 Euro) und Rheinland-Pfalz (54.000 Euro) liegen weit vorn, während Bayern trotz häufiger Spitzenplätze in offiziellen Besoldungstabellen mit 52.800 Euro nur auf Platz fünf kommt. Verbeamtete Lehrkräfte profitieren zusätzlich von finanziellen Vorteilen wie der Befreiung von Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträgen, was ihr Nettoeinkommen um 400 bis 700 Euro monatlich erhöhen kann.
Die Daten zeigen, wie stark Standort, Beamtenstatus und Besoldungsgruppe die Gehälter von Lehrkräften in Deutschland prägen. Mit Unterschieden von mehreren tausend Euro pro Jahr schafft das System ungleiche finanzielle Rahmenbedingungen – je nachdem, wo Lehrer:innen unterrichten.






