Linke distanziert sich von antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation
Anton BlochLinke distanziert sich von antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation
Die Führung der Linken hat sich von umstrittenen Äußerungen von Mitgliedern ihres Jugendverbandes distanziert. Wie berichtet wurde, sollen Funktionäre der Linksjugend [’solid] autoritäre Regime gelobt und in einem internen Forum antisemitische Aussagen verbreitet haben.
Der Bayerische Rundfunk hatte die Vorwürfe erstmals öffentlich gemacht. Mitglieder der Jugendorganisation sollen demnach ein Bild der israelischen Flagge mit dem Spruch „Tod Israel“ gepostet haben. Zudem seien in Diskussionen über den Gaza-Krieg von „israelischen Konzentrationslagern“ und einem „israelischen Völkermord im Namen des Judentums“ die Rede gewesen.
In demselben Forum sollen einige Mitglieder auch positiv auf Joseph Stalin, Mao Zedong und die ehemalige DDR Bezug genommen haben. Die Parteiführung der Linken verurteilte die Aussagen umgehend. Die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner wies die Äußerungen scharf zurück, während Politiker auf Landesebene Empörung äußerten.
Die Berliner Landesvorsitzenden der Linken, Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer, forderten umgehende Konsequenzen. Sie betonten, dass Antisemitismus in der Partei keinen Platz habe. Der Fraktionsvorsitzende in Thüringen, Christian Schaft, verlangte eine klare Verurteilung auf dem Bundesparteitag. Die Linke selbst hat sich wiederholt von der DDR und ähnlichen Systemen distanziert sowie jede Form von Antisemitismus abgelehnt.
Mittlerweile hat sich auch der Jugendverband von den Vorfällen distanziert. Die Partei prüft nun die Vorwürfe und drängt auf Konsequenzen. Die Linke hat ihre Haltung zu Antisemitismus und autoritären Regimen deutlich gemacht. Die Untersuchungen gegen die Jugendorganisation laufen noch. Parteivertreter betonten, dass solches Verhalten in ihren Reihen nicht geduldet werde.






