Madrid verhängt Rekordstrafe von 80.800 Euro gegen AC/DC-Konzert wegen Lärmbelästigung
Raphaela HermighausenMadrid verhängt Rekordstrafe von 80.800 Euro gegen AC/DC-Konzert wegen Lärmbelästigung
Stadtrat von Madrid verhängt höchste Strafe des Jahres gegen AC/DC-Konzert im Estadio Metropolitano
Der Stadtrat von Madrid hat die höchste Geldbuße des Jahres gegen ein Konzert der Band AC/DC im Estadio Metropolitano verhängt. Die Strafe in Höhe von 80.800,80 Euro folgt auf einen als „sehr schwerwiegend“ eingestuften Lärmverstoß. Anwohner in der Umgebung hatten wiederholt über übermäßige Belästigungen durch Veranstaltungen in der Arena geklagt.
Im Jahr 2025 führte die Stadtverwaltung 29 Lärmkontrollen im Stadion durch. Bei vier davon wurden Verstöße festgestellt, während 14 Untersuchungen die vollständige Einhaltung der Vorschriften bestätigten. Das AC/DC-Konzert war der schwerwiegendste Fall – hier wurden Pegel gemessen, die nachts fünf bis zehn Dezibel über dem gesetzlichen Grenzwert lagen.
Zwei weitere Veranstaltungen erhielten geringere Strafen: Ein Konzert von Imagine Dragons wurde mit 500 Euro belegt, nachdem der nächtliche Lärmpegel um vier Dezibel überschritten worden war – ein als „geringfügig“ eingestufter Verstoß. Das Internationale Madcup-Jugendfußballturnier musste 180 Euro zahlen, nachdem es tagsüber zu einer ähnlichen Überschreitung gekommen war.
Um das Problem einzudämmen, hat der Stadtrat Maßnahmen ergriffen, darunter schallabsorbierende Paneele und Anpassungen an der Ausrichtung der Beschallungsanlagen. Unterdessen hat die Provincial Staatsanwaltschaft Madrid Ermittlungen eingeleitet, während der spanische Bürgerbeauftragte den Fall nicht weiterverfolgen will.
Konzertveranstaltungen im Stadion müssen in der Regel um Mitternacht enden. Verlängerungen sind nur an Freitagen, Samstagen und Vorabenden von Feiertagen gestattet.
Die Strafe von 80.800,80 Euro bleibt die höchste, die in diesem Jahr für eine Veranstaltung im Stadion verhängt wurde. Mit den Maßnahmen will die Stadtverwaltung Lärmbelastung reduzieren und auf Beschwerden aus der Nachbarschaft reagieren. Anwohner berichten jedoch weiterhin über Probleme mit Lärm, Verkehrseinschränkungen und Bewegungsbehinderungen während der Events.






